Täter brechen den Opferstock in Kirche Sankt Marien auf

Küster Bruno Silberbach an dem Opferstock, der am Dienstag aufgebrochen wurde. - Foto: Beil

MEINERZHAGEN -   Die Pressemitteilung der Polizei zu einem Einbruch mitten in der Meinerzhagener Innenstadt liest sich zunächst einmal eher nüchtern: „Unbekannte Täter betraten am Dienstag, 19. November, in der Zeit von 9.40 bis 9.55 Uhr die Kirche St. Marien und hebelten vermutlich mittels Schraubendreher den Opferstock auf. Es wurde nur ein geringer Bargeldbetrag entwendet. Der Sachschaden beträgt jedoch etwa 50 Euro.“

Was nicht nur in der katholischen Gemeinde für Fassungslosigkeit sorgt, ist allerdings die Skrupellosigkeit dieses Verbrechens. Den Tätern war im wahrsten Sinne des Wortes auch diesmal nichts heilig.

Küster Bruno Silberbach war noch am Donnerstag geschockt: „Das war nämlich nicht das erste Mal, dass in unserer Kirche ein Opferstock aufgebrochen wurde“, weiß er und deutet auf einen weiteren kleinen Metallkasten, der im Eingangsbereich des Gotteshauses in die Wand eingelassen ist. Auch hier zeugen Einbruchsspuren von dem Versuch, die Spendenmünzen der Gottesdienstbesucher zu stehlen.

Dabei lohnt ein Einbruch hier wirklich nicht, denn wegen der schlechten Erfahrungen mit Einbrechern sorgt der Küster dafür, dass die Opferstöcke in sehr kurzen Abständen geleert werden. „Erst in den letzten Jahren häuften sich diese Taten. Ich bin inzwischen 26 Jahre hier – doch in der ersten Zeit kam so etwas nie vor“, fürchtet auch Silberbach, dass dies nicht der letzte Versuch war, durch das Aufbrechen eines Opferstockes an Geld zu kommen – trotz des Risikos, dass die Beute am Ende nicht einmal ausreicht, um eine Packung Zigaretten zu kaufen. - beil

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