Handynetz: Hier kann man in Meinerzhagen besonders schnell surfen

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Hier ist die Handy-Welt noch in Ordnung: Mit „Netztest-Apps“ kann die Bandbreite im eigenen Mobilfunknetz getestet werden. Mitten in Meinerzhagen sieht es gut aus – auch dank der beiden Mobilfunkmasten auf der Stadthalle, die im Hintergrund zu sehen sind.

Meinerzhagen - Wir schreiben das Jahr 2019 – doch Deutschland gleicht in Sachen Digitales immer noch einem Entwicklungsland. Das bekommen tagtäglich auch Hunderte Meinerzhagener zu spüren, wenn sie auf ihr Handy schauen. Keine Balken, kein Empfang – die MZ blickt auf den Flickenteppich Meinerzhagen.

Allmählich scheint auch die Bundesregierung die Zeichen der Zeit erkannt zu haben: Auf ihrer Klausturtagung gab sie bekannt, eine Milliarde Euro zur Schließung von Funklöchern bereitstellen zu wollen. Dafür sind Tausende neuer Standorte von Mobilfunkmasten notwendig. Doch auch die Modernisierung ist ein Thema. 

So wie sie vor einigen Wochen an der Stadthalle zu sehen war: Dort installierte der Mobilfunkanbieter Vodafone einen neuen Sendemasten. Ein weiterer wird von der Deutschen Fernmeldegesellschaft betrieben. Immerhin bringen diese Standorte der Stadt jährliche Einnahmen im niedrigen vierstelligen Bereich. 

Doch die weißen Flecken auf Meinerzhagener Stadtgebiet werden dadurch nicht geschlossen, wie ein Blick auf die Online-Karte von netztest.anw.de offenbart. Der macht nämlich deutlich, wo die viel zitierte „Buschtrommel“ mehr bringt als ein Mobilfunkgerät: überall dort, wo es weiße Flecken gibt. 

Zwar gibt es im Detail durchaus Unterschiede zwischen den Anbietern Telekom, Vodafone und O2, doch in der Peripherie gilt für alle das Gleiche: Telefonie, geschweige denn mobiles Surfen im Internet, ist unmöglich. Wie eine grüne Schnur (denn grün ist die Farbe der LTE-Abdeckung) zieht sich die Autobahn 45 durchs Stadtgebiet. 

Grün mit gelben Sprenkeln (UMTS) stellt sich auch die Innenstadt dar, während in den Randlagen mit Glück noch das reine GSM-Netz mit einer maximalen Downloadrate von 256 kbit/s verfügbar ist (siehe Info-Kasten). 

Schlechte Chancen auf eine Verbindung zur Außenwelt haben Handy-Nutzer etwa zwischen dem Gewerbegebiet Schwenke und den Aggerkurven. Aber auch das „Bermuda-Dreieck“ Nordhellen, Piene und Listertal bietet noch jede Menge Ausbaupotenzial für Mobilfunkanbieter beziehungsweise den Bund.

Hier geht´s zur Netzabdeckungskarte.

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