Alte Gebäude in Valbert: Licht und Schatten

Aus- und aufgeräumt ist es im Hubertushof. Neue Fenster machen das Gebäude wetterfest. - Foto: Helmecke

Valbert - Wer sich noch an die Skihütte des Ski-Klubs Düsseldorf von 1906 in der Valberter Stürkergasse erinnert, der wird über den jetzigen Zustand des Gebäudes sicherlich erfreut sein. Zwar ist von dem ursprünglichen Bauwerk nur noch das Kellergeschoss erhalten und umgebaut worden, was aber darauf entstanden ist, kann sich sehen lassen: Ein schmuckes Einfamilienhaus mit ansprechender Umlage.

Unterhalb allerdings „gammelt“ die Valberter Herberge vor sich hin. Ein Dachschaden und mehr oder weniger eingefallene, brüchige Wände lassen erahnen, dass es für dieses historische Gebäude keine neue Nutzung mehr geben kann. „Wir haben dem Eigentümer die Sicherung des Areals durch einen Bauzaun aufgegeben“, so Till Paul Hoffmann von der zuständigen Bauaufsicht beim Kreis auf Nachfrage der MZ.

Zumindest ein Schandfleck ist an der Schulstraße dem Neubau eines Wohnhauses gewichen. In direkter Nachbarschaft ist aber immer noch ein weiteres Haus vorhanden, das eher nicht mit dem Begriff „schöner wohnen“ in Verbindung gebracht werden kann.

Ebenso bestellt ist es von der Bausubstanz und dem Erscheinungsbild her mit „Onkel-Toms-Hütte“ in Grotewiese: An der hängt seit einigen Tagen ein großes Transparent, mit dem das Interesse von Käufern für das Objekt geweckt werden soll.

1883 wurde der Hauptteil des Gebäudes errichtet und als Gaststätte und Pension genutzt. In den Jahren 1886 und 1909 kamen weitere Gebäudeteile hinzu. Aber erst im Jahr 1974 erhielt das Haus vom damaligen Betreiber der Gaststätte den Namen „Onkel Toms Hütte“. Bis zum erneuten Verkauf 1990 war die „Hütte“ ein beliebtes Lokal, dann folgten wechselvolle Jahre. Vor etwa sechs Jahren entschloss sich dann ein Drolshagener, das Gebäude zu kaufen. Da dieses zum Zeitpunkt des Kaufes seit mehr als drei Jahren nicht mehr genutzt wurde, war der baurechtliche Bestandsschutz des Gebäudes jedoch verwirkt. Die Möglichkeit, es als Gaststätte oder ähnliches zu nutzen, somit nicht mehr gegeben. Alle Bemühungen, eine praktikable Lösung zu finden, die den rechtlichen Normen und den Vorstellungen des Eigentümers genügt hätten, führten letztendlich nicht zum Erfolg.

Nun steht das Gebäude wieder zum Verkauf. Wobei auch hierbei die Vorgabe der Behörden Gültigkeit hat, dass nur der „alte“ Hauptteil der Gebäudes stehen bleiben und wieder restauriert werden darf und der „Rest“ (Fachwerk-Klinkeranbau, früher als Turnsaal vom TV Jahn Grotewiese genutzt) abgebrochen werden muss.

Nichts Neues gibt es vom „Hubertushof“ schräg gegenüber der Knochenmühle. Hier hatte es vor rund zwei Jahren im Rahmen einer Zwangsversteigerung einen Eigentümerwechsel gegeben. Neben grundlegenden Aufräumarbeiten und der Gebäudesicherung, unter anderem auch teilweise durch neue Fenster, gibt es wohl noch keine grundsätzlichen Konzepte für eine Weiternutzung, da Anträge für eine Nutzung nach Aussage des Kreises nicht vorliegen. - jjh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare