Erstes Unternehmen siedelt in Grünewald an

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Seit Montag läuft im Industriegebiet Grünewald das erste Bauvorhaben. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Im interkommunalen Gewerbegebiet Grünewald ist am Montag dieser Woche der Startschuss für ein erstes Ansiedlungsprojekt gefallen.

Auf einem rund 4000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet die zurzeit noch in Olpe ansässige Firma PS Umweltdienst GmbH ihren neuen Unternehmensstandort. Vor fast genau zehn Jahren, im November 2002, hatte der Regionalrat der Bezirksregierung Arnsberg durch sein zustimmendes Votum grünes Licht für das gemeinsame Projekt der beiden Volmestädte Meinerzhagen und Kierspe gegeben. Von den rund 25 Hektar Bauland für gewerbliche und industrielle Nutzer sind in Regie der Entwicklungsgesellschaft (EG) Grünewald in einem ersten Abschnitt rund 6,5 Hektar voll erschlossen worden.

„Wir haben uns im vergangenen Jahr auf der Suche nach einem geeigneten Standort verschiedene Gewerbeflächen im Umkreis angeschaut. Grünewald erschien uns aus den unterschiedlichsten Gründen als optimal geeignet für unser Vorhaben“, berichtet Peter Schuma. Der 43-jährige Diplom-Ingenieur für Entsorgungstechnik ist einer der beiden Geschäftsführer des noch jungen, vor fünf Jahren gegründeten und seither stark expandierenden Fachunternehmens. Er stammt aus Attendorn, sein kaufmännischer Geschäftsführerkollege Peter Schneider-Bickmann (40) kommt aus Lennestadt. Beide waren vor der Gründung ihres gemeinsamen Unternehmens bereits in leitenden Funktionen in der Entsorgungsbranche tätig.

Die gute Geländebeschaffenheit und vor allem die günstige verkehrliche Anbindung im Schnittpunkt zwischen dem Märkischen Kreis, Oberberg und dem Kreis Olpe gab den Ausschlag für Grünewald. Im Januar dieses Jahres wurde der Kaufvertrag für das Grundstück unterschrieben. Unter Federführung des renommierten Architektenbüros Badtke aus Bergisch-Gladbach wurde unter maßgeblicher Beteiligung der Bezirksregierung Arnsberg das Planungs- und Baugenehmigungsverfahren zügig abgewickelt, so dass am Montag dieser Woche der Bagger anrollen und mit der Geländeaufbereitung begonnen werden konnte.

Das ehrgeizige Ziel ist es, bis März kommenden Jahres Verwaltungsgebäude, eine Halle, acht Tanks und zunächst eine von geplant zwei Verdampfungsanlagen zu errichten. Die Firma PS Umweltdienst will mit dieser Art der Behandlung bei Industriekunden eingesammelter flüssiger Abfälle wie zum Beispiel Altöle, Emulsionen, Ölabscheiderinhalte und Öl-/Wassergemische den hohen Wasseranteil durch „Abkochen“ umweltgerecht reduzieren. Das verbleibende Konzentrat wird dann der Entsorgung oder Verwertung zugeführt.

Die aktuell rund 500 Kunden sitzen im Umkreis von rund 50 Kilometern um den künftigen Firmenstandort in Grünewald. Dazu zählen mittelständische und auch größere Firmen aus Meinerzhagen, Kierspe, Attendorn, Lüdenscheid, Plettenberg und Olpe.

Sechs Spezialfahrzeuge sowie weitere Gerätschaft gehören zur technischen Ausstattung der Firma, die zurzeit zwölf Mitarbeiter beschäftigt. „Für Industrie- und Gewerbe ist Entsorgungssicherheit ein ganz wichtiger Faktor. Hier können wir mit unserem Leistungsspektrum punkten und versprechen uns auch für die weitere Zukunft unseres Unternehmens gute Wachstumschancen“, so Peter Schuma, der sich im Übrigen sehr freut, „dass es jetzt hier in Grünewald richtig los geht.“ ▪ -fe

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