Oldtimer zuckeln bald durch die Fußgängerzone

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Ewald und Gabi Sprey beteiligen sich mit ihrem Viereinhalbliter-Bentley Le Mans. Gebaut wurde das Fahrzeug im Jahr 1929.

Meinerzhagen - 130 teils hochbetagte Fahrzeuge sind Anfang Oktober, genauer am Freitag, 6. Oktober, in Meinerzhagen zu bewundern, dann nämlich führt die zweite Auflage der Sauerland Klassik Oldtimer-Rallye durch die Volmestadt – mitten durch die Fußgängerzone Derschlager Straße.

Mit einem Oldtimer durch die Fußgängerzone zu fahren, war bislang nicht erlaubt. Das soll sich nun ändern. Eine entsprechende Entscheidung fiel am Montagabend in der Sitzung des Stadtrats. Im Jahr 1983 hatte der damalige Rat eine Widmungsverfügung beschlossen. Kern dieser Verfügung: Die Derschlager Straße darf nur von Fußgängern benutzt werden. Einzige Ausnahme ist der Lieferverkehr, der die dort angesiedelten Geschäfte bedient – und das auch nur zu bestimmten Zeiten. 

Durch die Verfügung war es bislang auch nicht möglich, Ausnahmen zu ermöglichen. In einer Tischvorlage schlug die Verwaltung den Ratsfrauen und -männern vor, die Widmung dahingehend zu ändern, dass beispielsweise Kutschfahrten und das Befahren mit Reinigungsfahrzeugen des Baubetriebshofes leichter möglich sind. Auch touristische Höhepunkte könnten besser bedient werden. 

So eben auch die 2. Sauerland Klassik Oldtimer-Rallye – die dann auch durch die Fußgängerzone führen soll. Mit der Gewissheit, dass es keinen „Persilschein“ für alle möglichen Fahrten geben werde, sondern „jede Nutzungsanfrage im Vorfeld streng geprüft wird“, so Bürgermeister Jan Nesselrath, stimmte der Rat zu. Genehmigte Fahrten könnten dann im Schritttempo erfolgen. 

Veranstalter freut sich über Rückendeckung 

Peter Göbel, Organisator der Rallye und Inhaber der Agentur Plusrallye, erinnert sich an einen Ortstermin in Meinerzhagen, als das Event festgezurrt werden sollte. „Der Bürgermeister, Mitarbeiter des Bau- und des Ordnungsamtes waren beim Ortstermin und zeigten sich begeistert“, so Göbel. 

Einzig zwei Mitarbeiter des Märkischen Kreises sind dem Agenturchef, der nach eigenen Angaben seit mehr als 19 Jahren derartige Events organisiert, sauer aufgestoßen. „Die meinten glatt, wir sollten an der Großbaustelle Halt machen“, schüttelt Göbel noch heute den Kopf ob der aus seiner Sicht massiven Gegenwehr. „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Ob in Hilchenbach oder Attendorn, überall dürfe man die Fußgängerzonen für derartige Veranstaltungen nutzen. Dann solle er doch dortbleiben, hätten ihm die beiden Mitarbeiter daraufhin mitgeteilt. Peter Göbel ist froh, dass die Stadt ganz klar hinter der Veranstaltung steht. 

Fahrzeuge werden einzeln vorgestellt

An der Kreuzung Derschlager Straße/Zur Alten Post wird ein Sprecher die einzelnen Fahrzeuge und deren Fahrer/Besitzer vorstellen. Besucher dürfen sich auf eine Auswahl sehr erlesener Fahrzeuge freuen. Ob ein Ford Model A, ein Jaguar E-Type, eine Göttin (DS) von Citroën oder Klassiker von BMW, Mercedes und Volvo – alle wichtigen Hersteller von damals und heute sind vertreten. Die Etappe startet am 6. Oktober um 9 Uhr in Attendorn, in Meinerzhagen werden die Fahrzeuge um 10 Uhr am Flugplatz und um 10.25 Uhr in der Innenstadt erwartet. Nach dem Aufenthalt in der Volmestadt geht es über Hardenberg weiter in Richtung Versetalsperre bis die Oldtimer-Fahrer am Abend wieder die Hansestadt Attendorn erreichen wollen. Peter Göbels Rat: „Das Großereignis sollte man sich nicht entgehen lassen!“

www.sauerland-klassik.de

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