Erstes Buswartehäuschen erhält Graffiti

Zur Begrüßung gab es einen Nikolas vom Ortsvorsteher. Auf dem Foto von links Hans Gerd Turck, Olaf Hafner, Torsten Hasek von der Stadtverwaltung Meinerzhagen und Tobias Reichler.

Valbert - Morgens um 11 Uhr war die „Welt“ im Buswartehäuschen an der Haaner Straße in Valbert noch in Unordnung. Schmierereien machten aus dem Wetterschutz für die Fahrgäste einen Schandfleck. Knappe fünf Stunden später hatten Ole Hafner und sein Freund Tobias Reichler daraus ein echtes Schmuckstück gemacht.

Von Jochen Helmecke

Von Torsten Hasek, er betreut die Aktion als städtischer Mitarbeiter, an ihren „Arbeitsplatz“ gebracht und mit einem großen Karton voller Farben ausgestattet, legten die beiden dann auch gleich los. Nicht ohne zuvor Mundschutz und Handschuhe anzulegen beziehungsweise anzuziehen.

Die beiden 16-Jährigen aus Reichshof-Sinspert und Lengelscheid kennen sich schon seit langer Zeit und sind nicht zuletzt durch ihr Hobby, die Graffiti-Kunst, eng miteinander verbunden.

Angeregt durch den Valberter Ortsvorsteher Hans Gerd Turck hatte sich der Bau- und Vergabeausschuss Anfang des vergangenen Monats dafür ausgesprochen, dass Angebot der beiden jungen Künstler anzunehmen und ihnen die Gestaltung der Wartehäuschen in Valbert und Ihne (insgesamt drei) zu überlassen. Dabei ernteten Ole und Tobias bereits bei der Vorstellung ihrer Entwürfe im Ausschuss viel Lob und Anerkennung, wie sich jetzt in der Realität herausstellte, offenbar zu Recht. Mit ihren Sprühdosen, die für den Laien völlig „normal“ aussehen, machten sie sich am Samstag an den Wänden zu schaffen.

In insgesamt 232 Grundfarbtönen ist diese speziell für die sogenannte „Streetart-Kunst“ entwickelte Farbe erhältlich, was die Anzahl der Farbkombinationen logischerweise ins steigen lässt. Mit ihrer besonders hohen Deckkraft und der UV- und Wetterbeständigkeit garantiert sie zudem ein „langlebiges“ Ergebnis.

Zu Beginn der Aktion war es für den künstlerisch eher unerfahrenen Betrachter vor Ort noch nicht so recht zu erkennen, was am Ende zu sehen sein würde. So ging es auch zunächst dem Valberter Ortsvorsteher, der die beiden Graffiti-Künstler mit einer Nikolausüberraschung begrüßte. „Ich habe mir das Ergebnis am Sonntag angeschaut und bin einfach begeistert“, so Hans Gerd Turck.

Eine Betrachtungsweise, die auch einige Valberter bereits am Samstag äußerten. Bei ihnen herrschte Freude darüber, dass auch „Inge“ und das Ortswappen dargestellt sind.

Mit sich und ihrer Arbeit selbst ebenfalls zufrieden, machten sich Ole und Tobias dann gegen 17 Uhr auf den Heimweg. Derzeit laufen die Terminplanungen für die Gestaltung der beiden Wartehäuschen in Ihne. Die MZ wird diese bekanntgeben, da sich die beiden Künstler, die aus Spaß an der Freude und völlig unentgeltlich ihre Arbeit erledigen, durchaus über einen „Atelierbesuch“ an der L 539 freuen würden. Nicht zuletzt auch um einen Eindruck zu vermitteln, was mit „legalen“ Graffiti-Aktionen erreicht werden könne. Freuen würden sie sich ebenso, wenn demnächst mal die eine oder andere „private Fläche“ zur Gestaltung verfügbar wäre.

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