Auf der Wahr: Mensa soll deutlich wachsen

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Eine Küche mit wenigen Sitzplätzen – das ist der Ist-Zustand. Wer hier keinen Platz bekommt, muss in die Aula oder einen Klassenraum ausweichen.

Meinerzhagen – Das Thema OGS war in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Stadt Meinerzhagen nicht nur für die Kommunalpolitiker dominierend. Auch 15 betroffene Besucher im Zuschauerraum hatten dem Thema hohen Stellenwert eingeräumt.

Letztendlich ging es an diesem Tag basierend auf der Vorlage der Verwaltung, in die auch die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe eingebunden waren, um die personelle Ausstattung und die zukünftige Trägerschaft. Eben das sorgte in den „Stunden der Öffentlichkeit“ zu Beginn und am Ende für emotionale und kritische Meinungsäußerung.

Fast unbemerkt im Rahmen des allgemeinen Interesses blieb dabei eine stolze Summe für die baulichen Perspektiven der Schule. Zählt man dabei den Haushaltsansatz 2020 und die Verpflichtungsermächtigung des folgenden Jahres zusammen, sind es rund 2,1 Millionen Euro, die verwendet werden sollen. Wofür, das erklärt sich sehr schnell durch einen Blick ins Bauprogramm 2020. 

Dort steht nach einem grundsätzlichen Hinweis auf den anstehenden Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung ab 2025 die sich daraus rechnerisch ergebende Konsequenz. „Die Folge dieser erheblich größeren Zahl von zu betreuenden und auch in der Mittagszeit zu verpflegenden Schülern ist ein erheblich erhöhter Raumbedarf. Im Falle der Grundschule Auf der Wahr ... würde sich die Anzahl der zu betreuenden Kinder (derzeit 71) mehr als verdoppeln“, heißt im Erläuterungstext. 

Derzeit bietet die sogenannte Mensa eher den Anblick einer größeren Küche, in der es wenige Sitzplätze an Tischen gibt. Die weiteren Mensanutzer müssen auf die benachbarte Aula oder Unterrichtsräume ausweichen. Mit einem etwa 160 Quadratmeter großen An- und Umbau an der Seite des Haupteinganges will man dieses Problem beseitigen. Den dadurch verloren gehenden Unterrichtsraum im Ende der 1960er-Jahre errichteten Bestandsgebäude soll wiederum eine Aufstockung oder ebenfalls ein Anbau auf der Rückseite des Komplexes wettmachen. 

Die Größenordnung hierfür nach der aktuellen aber noch nicht im Detail festgezurrten Planung: rund 260 Quadratmeter. Für die Realisierung dieser Arbeiten hat man sich das Jahr 2020 als Starttermin vorgenommen. Die Bauzeit ist auf insgesamt zwei Jahre errechnet. Nicht nur dieser Zeitrahmen zeigt den Umfang der Maßnahme auf. Vielmehr spricht die Gesamtinvestitionssumme von 2,1 Millionen eine deutliche Sprache. Und auch die Tatsache, dass die Verwaltung eine eingehende Prüfung plant, ob auch bei den übrigen Grundschulen (Kohlberg/Valbert) bauliche Erweiterungen bis zum Jahr 2025 erforderlich werden, ist eine klare Mitteilung an die Kämmerin.

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