Offene Bühne: „Wer kommt, der spielt“

Michael Adolph lädt für den 18. März wieder zur Teilnahme an der offenen Bühne ein. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Wer kommt, der spielt!“ Das verspricht Michael Adolph auch für die geplante siebte Auflage der „Offenen Bühne“ am Sonntag, 18. März.

Ab 17 Uhr wird der Versammlungsraum in Haus Nordhelle mit seiner heimelige Atmosphäre und seiner wunderbaren Akustik wieder der Schauplatz für „Musik unplugged“, also ohne elektrische Verstärkung, sein. Folk, Rock, Klassik – das Repertoire soll dabei wieder so vielfältig sein wie seine Mitwirkenden

„Wir wollen hier Musikern vor allem aus dem heimischen Raum Gelegenheit geben, vor einem größeren Publikum und im Kreis Gleichgesinnter aufzutreten – vielleicht sogar zum ersten Mal in der Öffentlichkeit.

Deshalb sollte sich niemand scheuen, sein Instrument einzupacken, es mit nach Valbert zu bringen und dort zu spielen und auch zu singen.“

Der jetzt 57-jährige Michael Adolph hatte gemeinsam mit dem Leiter der Evangelischen Tagungs- und Bildungsstätte, Joachim Stöver, 2006 zum ersten Mal zu einer solchen ganz besonderen „Talentshow“ eingeladen – und der Erfolg gab den Initiatoren recht. In der Folgezeit kamen Mitwirkende auch von weiterher, dazu aber immer auch Musiker aus der heimischen Region. „Und genau das soll diesmal wieder im Vordergrund stehen. Wir werden bewusst darauf verzichten, zum Teil schon recht professionelle Musikerkollegen von auswärts nach hier zu holen“, verspricht Adolph und macht damit auch heimischen Anfängern Mut, die vielleicht die Scheu haben, im Kontrast zu schon recht fortgeschrittenen Interpreten „unterzugehen“.

Michael Adolph selbst spielt Gitarre und singt, so lange er denken kann. Er hat noch die Glanz- und Blütezeit von Rock und Pop miterlebt – und spielt mit Leidenschaft gern auch Folksongs bekannter Interpreten – längst zu Oldies geworden, aber immer noch gern gehörte Ohrwürmer. Der Meinerzhagener, beruflich als technischer Leiter des städtischen Baubetriebshofs engagiert, findet in der Musik Abwechslung und Entspannung vom Alltag. Gern nimmt er auch an anderen ähnlichen Veranstaltungen wie der „Offenen Bühne“ in Haus Nordhelle teil und freut sich schon wieder darauf, auch hier wieder Lieder zur Gitarre vortragen zu können.

Und er weiß, was für den Einzelnen bedeuten kann: „Vielleicht können einige Musiker das nachvollziehen, wenn sie sich an ihre ersten Auftritte erinnern, wie die Finger einknickten oder anfingen, zu zittern oder wie man auf einmal anfing, furchtbar zu schwitzen oder plötzlich den Text nicht mehr wusste. Und nach dem Gig erst einmal nie wieder vor Publikum spielen wollte, aber schon nach kurzer Zeit doch wieder auf die Bühne wollte, weil man gemerkt hatte, dass im Publikum doch der ein oder andere den Vortrag doch beachtet hatte. Bei unserer offenen Bühne darf sich jeder Debütant sicher fühlen, hier lacht man nicht über kleine Fehler und hat gerade für die Erstlinge großes Verständnis. Deswegen auch mein Appell: probiert’s! mehr als schief gehen kann es nicht.“

Alles läuft wie immer ganz zwanglos und ohne jeden bühnentechnischen Schnickschnack ab. „Voranmelden wäre gut“, sagt Adolph und verweist auf die Möglichkeit zur telefonischen Kontaktaufnahme mit ihm unter Tel. 0 17 13 16 08 40. Selbst wer erst am Veranstaltungstag den letzten Mut und Anstoß findet, zu kommen und mitzumachen, ist herzlich eingeladen. Und natürlich gilt das erst Recht auch für Leute, dieeinfach nur zuhören wollen – „denn was wären wir Musiker am ende ohne Publikum...“ – so Adolph. Es gibt keine Teilnahmegebühr, keinen Eintritt, Getränke werden zum Selbstkostenpreis angeboten. Wer möchte, der kann sich mit einer kleinen Spende für Haus Nordhelle erkenntlich zeigen. ▪ -fe

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