Ölige Flüssigkeit löst Großeinsatz aus

MEINERZHAGEN ▪ Eine dickflüssige schwarze Brühe bahnte sich am Mittwoch ihren Weg durch den Bach im Meinerzhagener Stadtpark.

Aus einem Kanal hatte ein Regenschauer am Nachmittag erhebliche Mengen der öligen Flüssigkeit in die Teiche gespült. Als Feuerwehr und Polizei gegen 17 Uhr eintrafen, waren bereits Mitarbeiter der nahen Firma Otto Fuchs vor Ort, die den Kanal genauer inspizierten.

Der Erstverdacht, die Firma könnte möglicherweise Verursacher der Verschmutzung sein, erhärtete sich schnell. Nach deren Angaben hatte es am Nachmittag in ihrem Betrieb einen Ölunfall gegeben. Beim Verladen eines Ölfasses mit einem Gabelstapler sei dieses Behältnis herunter gefallen.

Wie die heimische Polizei mitteilte, handelte es sich um ein 500 Liter Fass, welches nicht voll gewesen sei. Es seien etwa 200 Liter Öl auf dem Firmengelände ausgelaufen, das schon recht gut durch Ölabscheider und Rückhaltebecken gesichert ist. Wie viel von dem Öl schließlich doch in den Bach im Stadtpark gelangen konnte, ist unbekannt.

Die Feuerwehr installierte am Mittwoch Nachmittag schnellstens Ölsperren um zu verhindern, dass der Ölfilm in die Kläranlage gelangte. Auch Mitarbeiter des Meinerzhagener Bauhofes waren im Einsatz um Ölbindemittel anzuliefern. „Wir haben vorsorglich bei der Kläranlage angerufen und die Mitarbeiter vorgewarnt, dass da möglicherweise etwas kommt“, erklärte Einsatzleiter Brandinspektor Steffen Kohl gestern im MZ-Gespräch.

Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises war ebenfalls vor Ort um Proben zu nehmen und zu sichern. Gesten wurde dann ein Umweltunternehmen damit beauftragt, die Ölsperren und das mit dem Öl getränkte Bindemittel zu entsorgen.

Um was für eine ölige Flüssigkeit es sich genau handelt, ist noch nicht bekannt. Die Wasserproben werden zurzeit in einem Labor untersucht. Die Feuerwehr Meinerzhagen war nach der Alarmierung um 16.55 Uhr mit Rüstwagen, Löschfahrzeug und Gefahrgut-Wagen vor Ort, insgesamt rückten 16 Angehörige des Löschzuges 1 mit drei Fahrzeugen aus. Einsatzleiter Steffen Kohl ist sicher, dass durch das rasche Eingreifen der Wehr das Schlimmste verhindert werden konnte. „Wir haben eine große Ausbreitung der öligen Flüssigkeit gestoppt, die Kläranlage ist wohl nicht betroffen.“ ▪ vdw

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