Ökumenisches Gemeindefest

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Den Aufenthalt im Freien in der wärmenden Sonne genossen am Sonntag viele Gäste des ökumenischen Gemeindefestes. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Natürlich verbunden“ – so lautete das Motto des ökumenischen Gemeindefestes. Es nahm dabei nicht nur Bezug auf die Natur als Gottes Schöpfung, sondern sah es auch als Selbstverständlichkeit an, mit der sich in Meinerzhagen die Christen der unterschiedlichsten Konfessionen untereinander verbunden stark fühlen.

Wer wollte, konnte seinen Frust über die Kirche auslassen, indem er Nägel in die Türen der Jesus-Christus-Kirche schlug. Wer es positiv sah, nutzte diese Aktion auf dem ökumenischen Gemeindefest, um notwendige Erhaltungsarbeiten an der Kirche zu unterstützen. So gab es viele Gelegenheiten, sich sinnvoll einzubringen auf dem gemeinsamen Gemeindefest oder einfach Unterhaltungen zu genießen.

Alle paar Jahre feiern die christlichen Kirchen Meinerzhagens ihr Gemeindefest gemeinsam. Seit langem schon hat sich der Platz um die Jesus-Christus-Kirche als der ideale Festplatz mit seinen befestigten Wegen und der angrenzenden Wiese herauskristallisiert. So wurde auch in diesem Jahr fast jeder Quadratmeter genutzt, um Tische und Bänke oder auch Buden und Verkaufsstände aufzustellen. Das Wilhelm-Langemann-Haus bot Schutz vor der Sonne in einem großen Zelt, davor waren Stehtische und auch Bänke und Tische aufgebaut.

Informationen über das Haus konnten sich die Besucher des Gemeindefestes hier holen oder aber an einer leckeren Erbsensuppe stärken. Gleich nebenan glühte unter Grillwürsten die Holzkohle und wer Durst bekam, konnte ihn einen Stand weiter beim katholischen Gemeinderat stillen.

In der Sonne, vor der Bühne, waren lange Tischreihen aufgestellt, an denen die Besucher saßen, die kurz verschnaufen oder sich dem Genuss der dargebotenen Musik hingeben wollten, den „Dubijaks“ zum Beispiel, eine Gruppe junger Mädchen und Jungen, die neben irischer Volksmusik auch klassische Stücke spielte. Die Band „Lightness“ löste mit eher rockigen Klängen die „Dubijaks“ ab und brachte ein anderes Klangbild auf den Kirchplatz. Bunt war es am Schmuckstand. Hier gab es, passend zu den Farben Afrikas, Ketten in allen Farben des Regenbogens, Armbänder und Ohrschmuck zu erstehen, Material und Farben phantasievoll kombiniert.

Für die Kinder hatten die Kirchengemeinden eine Kinderrallye zusammengestellt, zu der das Schminken von Phantasiegesichtern gehörte, das Krocketschlagen oder ein Fühlparcours. Interessant zu beobachten war das Entstehen eines ökumenischen Kreuzes. Auf kleinen Keramikfliesen malten kleine und große Besucher mit einem Filzstift ein Bild, welches zumeist einen religiösen Bezug hatte. Dieses wurde dann auf Kanthölzern, die ein Kreuz ergaben, aufgeklebt. Schon bald nach den ersten Fliesen war zu erkennen, dass es ein buntes und zum Nachdenken anregendes Kreuz ergeben würde. Da gab es eine Fliese mit einem bunten Fisch, dem schon in frühchristlicher Zeit angewandten Symbol der Christen. Eine andere Kachel zeigte nur ein Telefon mit den Worten „Vater unser...“. Hier wollte jemand mit Gott ins Gespräch kommen. Ein alter VW-Bus war auf einer Kachel ziemlich weit oben zu sehen und zwischen all diesen Bildern war auch die katholische Kirche St. Josef aus Kierspe zu entdecken.

In der Jesus-Christus-Kirche hatte der Weltladen eine Kakaostraße aufgebaut, an der sich die Besucher über die Entstehung der Schokolade informieren und zum Schluss dieselbe kosten konnten. Als Gemeinschaftsaktion war in die Kirche zu einem offenen Singen eingeladen worden, die lediglich eine kleine Gemeinschaft anzog, da viele das schöne Wetter außerhalb der Kirchenmauern nutzten. ▪ GeG

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