Nordschule wird 100 Jahre alt

MEINERZHAGEN ▪ Die Nordschule gibt es bereits seit 100 Jahren. Deshalb gab es ein großes Fest mit viel Musik.

Mit schwungvoller Musik des Jugendblasorchesters unter der Leitung von Björn Strangmann begannen die Feierlichkeiten zum Jubiläum des Gebäudes von Musikschule und Jugendzentrum. Viele Besucher hatten sich schon vor Beginn der offiziellen Eröffnung unter den Bäumen ein schattiges Plätzchen gesucht.

In seiner Begrüßungsansprache fasste Bürgermeister Pierlings die wechselhafte Geschichte des Gebäudes noch einmal zusammen: Das Haus wurde 1909/1910 erbaut, 1910 eingeweiht und als achtklassige evangelische Volksschule genutzt. 1928 bis 1930 wurde ein Anbau errichtet, der als Jugendherberge genutzt wurde. Der damals als Jugendherberge genutzt Teil wurde 1949 aufgestockt und 1950/51 durch die Mittelschule bezogen.

Ab dem 29. Oktober 1956 erfolgte die Umbenennung in Realschule. Später wurde die Realschule verlegt und am 29. Oktober 1956 in der Südschule untergebracht. Nachdem die Realschule den Standort verlassen hatte, wurde zusätzlich zur bestehenden Volksschule auch die katholische Schule in dem Gebäude untergebracht. Seit dem 3. Mai 1982 befindet sich das Jugendzentrum und seit dem 17. September 1982 die Musikschule in dem Haus. Das alles ist auch nachzulesen in einer Broschüre, die der Dipl.-Geograph Achim Neubert vom Hochbau- und Stadtplanungsamt der Stadt Meinerzhagen erstellt hat, und die im Gebäude auslag. Der Erlös aus den Spenden für diese Chronik wird zur Hälfte der Musikschule und zur anderen Hälfte dem Jugendzentrum zukommen.

Bürgermeister Pierlings dankte allen, die sich mit der Geschichte des Gebäudes befasst und daran mitgewirkt haben. In Zeiten, wo immer mehr Angebote aus Kostengründen gestrichen würden, sei es wichtig, dass die Menschen weiterhin der Musikschule und dem Jugendzentrum gegenüber positiv eingestellt blieben. „Was die Altvorderen mit Energie, Sachverstand und Mut auf den Weg gebracht haben, das sollten wir genauso mutig hochhalten und auch beibehalten“, sagte Pierlings. Mit einem Präsent bedankte sich der Bürgermeister bei dem Leiter der Musikschule, Björn Strangmann, und der Leiterin des Jugendzentrums, Silke Stöhr.

„Ich liebe dieses Haus“

„Ich liebe dieses Haus, weil darin so viel Geschichte steckt“, sagte Silke Stöhr. Sie hoffe, dass das Gebäude und die Einrichtungen auch noch weitere 100 Jahre bestehen werden. „Wir sind stolz auf dieses Gebäude und dass wir darin arbeiten dürfen“, bedankte sich Björn Strangmann.

Danach erwartete die Besucher ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit viel Musik und Unterhaltung. Dazu trug neben der JBO auch die Musikschulband „MBM“ unter der Leitung von Harald Eller bei. Besonderen Beifall erhielt dabei vor allem die Sängerin Myra Kegel. In der Cafeteria hatte der Förderverein ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenbüfett vorbereitet und auch für kalte und warme Getränke war an diesem brütend heißen Nachmittag bestens gesorgt.

Den ganzen Nachmittag hindurch unterhielten Schülerinnen und Schüler der Musikschule die Besucher mit typischer Kaffeehausmusik. Im Außenbereich konnten sich die Kinder nach Herzenslust vergnügen. Beim Mitmachzirkus konnten viele spannenden Kunststücke ausprobiert werden. Eine Hausrallye, ein Erlebnisparcours, die Möglichkeit einen Keilrahmen zu basteln und die Teilnahme an Jazztanz- und Sambaworkshops standen ebenfalls auf dem Programm.

Im oberen Bereich des Jugendzentrums war zudem eine kleine Ausstellung mit Bastelarbeiten der „Schlümpfe“ zu bewundern. Viel Spaß hatten die Kinder auch an dem Luftballonwettbewerb, bei dem die mit den Adresskärtchen ausgerüsteten Ballons zweimal am Nachmittag auf eine hoffentlich weite Reise geschickt wurden. ▪ bes

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