Nordhelle bleibt „offen“ für Motorradfahrer

Die Nordhelle bleibt „offen“ für Motorradfahrer. - Archivfoto: Zacharias

Valbert/Kierspe - Die Nordhelle zwischen Valbert und Herscheid sowie das Kerspetal bleiben für Motorradfahrer „offen“.

Am Ebbe-Nordhang müssen sich die Biker aber auf einige Änderungen einstellen. Das teilte der Märkische Kreis am Freitag mit.

Während im Kerspetal alles bleibt wie bisher, wird es für sich die Biker am Ebbe-Nordhang laut Kreis einige Einschränkungen geben. Das ist das Ergebnis von mehreren Sitzungen des Arbeitskreises „Motorradlärm“, an dem Vertreter der Polizei, der betroffenen Städte und Gemeinden sowie von der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises teilgenommen haben.

Folgende zusätzlichen Maßnahmen wurden beschlossen und sollen zügig umgesetzt werden:

- Am Ebbe-Nordhang im Bereich der sogenannten „Applauskurve“ wird ein absolutes Halteverbot auf den Seitenstreifen eingerichtet.

- Der Landesbetrieb Wald und Holz wird gebeten, die Schließung des Parkplatzes oberhalb der „Applauskurve“ zu prüfen. - Auf der Fahrbahn werden vom Landesbetrieb Straßen.NRW sogenannte „Maibachschwellen“ in der Fahrbahnmitte angebracht, um das Befahren der Ideallinie zu erschweren.

- Die Polizei wird mit der Aktion „Kaffee statt Knöllchen“ die Motorradfahrer auf der Nordhelle informieren und zu einer verantwortungsvollen Fahrweise animieren.

„Diese Maßnahmen wurden auch unlängst mit Vertretern der Motorradverbände Biker Union und Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) besprochen und von ihnen befürwortet. Einig waren sich die Biker- und Behördenvertreter darin, dass in erster Linie der Gesetzgeber gefordert ist, um beispielsweise die Lärmimmission von Motorrädern zu begrenzen. Bei Manipulationen am Motorrad und beispielsweise Geschwindigkeitsüberschreitungen müssten das Bußgeld erhöht und Fahrverbote schneller ausgesprochen werden“, heißt es.

Eine generelle Sperrung der Nordhelle für Motorradfahrer, wie von einigen Anwohnern beantragt, sei für die Mitglieder des Arbeitskreises „Motorradlärm“ aus verschiedenen Gründen nicht infrage gekommen. Die Vertreter von Straßen.NRW führten an, dass es vergleichbare Situation auf vielen Strecken gebe und bei einer Sperrung Motorradfahrer auf andere Strecke ausweichen.

„Es herrscht Übereinstimmung, dass weder die K3 im Kerspetal noch die L 707 im Bereich Valbert örtliche Verhältnisse oder konkrete Gefahren- beziehungsweise Unfalllagen aufweisen, die so erheblich von vergleichbaren Straßen im Kreisgebiet abweichen, dass die Benutzung beschränkt oder verboten werden muss“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Die an sonnigen Tagen hohe Anzahl von Motorrädern widerspreche nicht dem Widmungszweck dieser Kreis- beziehungsweise Landesstraßen.

Auch die Lärmberechnungen des Landesbetriebes hätten weder im Hinblick auf die Anlieger noch auf den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge zu einem anderen Ergebnis geführt. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass sich die „Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen“ zurzeit in Überarbeitung befinden und voraussichtlich im Herbst 2017 veröffentlicht würden. Danach könne das Thema Lärm eventuell noch einmal diskutiert werden.

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