Winter-Fans verursachen Chaos

Besucherscharen auf der Nordhelle

Beidseitig zugeparkt war die Landstraße 707 schon weit vor der Zufahrt zur Nordhelle.
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Beidseitig zugeparkt war die Landstraße 707 schon weit vor der Zufahrt zur Nordhelle. Jetzt gilt dort ein Halteverbot.

Die erste geschlossene Schneedecke lockte massenhaft Besucher zur Nordhelle.

Valbert/Herscheid – Das Coronavirus hielt hauptsächlich viele Besucher aus dem Ruhrgebiet, aber auch Niederländer, nicht von einem Ausflug ab. Die fehlende Infrastruktur zur Ver- und Entsorgung war für sie offensichtlich kein Problem. Wie in der Hochzeit einer „normalen“ Wintersaison mit Schnee sah es an den vergangenen Tagen an der Nordhelle aus. Und das bereits auf der Zuwegung zur Auffahrt zum Robert-Kolb-Turm. Denn auf einer Strecke von rund fünf Kilometern säumten die parkenden Fahrzeuge der Touristen die Seitenstreifen der Landstraße 707. Notwendigerweise, da die Parkplätze bereits an den Vormittagen dicht waren. Inzwischen gilt an der L707 ein Halteverbot.

Kontrollen

„Wir haben als Ordnungsamt Meinerzhagen zusammen mit den Herscheider Kollegen kontrolliert. Mit dabei waren auch der Landesbetrieb Straßen.NRW und die Polizei“, berichtet Yvonne Rautenberg. In ihre Auskunft bezog sie ein, dass es vor Ort bei den Kontrollen Ermahnungen und Verwarnungen, zum Teil mit auferlegten Gebühren gab.

Mit Snowboards, Skiern, Schlitten, Bobs – alles was irgendwie auf der weißen Pracht rutschen konnte – im Gepäck, waren die Massen ausgerüstet. Alt und Jung – oftmals mit dem Familienhund – waren nach erfolgreicher Parkplatzsuche auf den Wegen, Wiesen und Hängen aktiv. Natürlich durfte auch der obligatorische Schneemann nicht fehlen und die Schneeballschlacht gleichfalls nicht.

Infrastruktur geschlossen

Wer sich dann an der frischen Luft ausgepowert hatte, konnte sich zur Stärkung nur an das selbst Mitgebrachte halten. Denn anders als bei den Abstandsregeln, welche von einer deutlichen Mehrheit übrigens nicht eingehalten wurden, griff die angeordnete Schließung der Turmgaststätte. Weder konnte man sich dort mit Speisen oder Getränken versorgen, noch geordnet seine Notdurft verrichten. Müßig darüber nachzudenken, welche Ersatzlösungen hierfür von den vielen Besuchern genutzt wurden. Umweltverträglich waren die allerdings sicherlich nicht.

Für die kommenden Tage sind übrigens weitere Kontrollen durch die Behörden angesagt.

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