Neujahrskonzert begeistert Besucher in der Stadthalle

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Spielfreudig, vielseitig und ausdrucksstark präsentierte sich die Philharmonie Südwestfalen am Donnerstagabend in der Stadthalle Meinerzhagen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Im Sektglas des sympathischen Dirigenten Russell N. Harris war zwar nur Apfelsaft, aber mit der Ankündigung „Virtuos ins neue Jahr“ hatte die Philharmonie Südwestfalen nicht zu viel versprochen.

KuK, der Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen, hatte das Landesorchester NRW gestern Abend erneut zu einem Gastspiel in die Stadthalle eingeladen und damit eine mittlerweile lieb gewonnene musikalische Tradition zum Jahresbeginn fortgesetzt.

Mit der Ouvertüre zur Mozart-Oper „Figaros Hochzeit“ sorgten die Musiker für einen furiosen Einstieg in ein Programm mit zahlreichen „Bonbons“ klassischer Musik. Der erste Satz der „American-Suite“ von Antonin Dvorak, der ungarische Tanz aus Peter Tschaikowskys „Schwanensee“ und „Solveig´s Lied“ aus der „Peer Gynt Suite“ von Edvard Grieg gaben dem Orchester im ersten Teil die Möglichkeit, mit seinem Können, seiner Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke, leidenschaftlich und temperamentvoll, aber auch verhalten und einfühlsam, zu begeistern.

Außerdem zeigten sich die Philharmoniker als ausgezeichnete Partner der Solistin Lena Neudauer, die mit zwei grandiosen Virtuosenstücken eine brillante Vorstellung lieferte. Zunächst mit Introduction und Rondo capriccioso, von Camille Saint-Saens eigens für den spanischen Teufelsgeiger Pablo de Sarasate (1844 - 1908) geschrieben, sowie mit der „Carmen Fantasy“ in der dieser als Komponist Themen der bekannten Bizet-Oper verarbeitete. Mit geschlossenen Augen, souverän und atemberaubend schnellfingrig interpretierte die Violinistin die Stücke auf einer Geige aus dem Jahre 1743, gebaut von Lorenzo Guadagnini.

Auch im zweiten Programmteil, der beschwingt mit Walzerklängen begann und endete, begeisterte Lena Neudauer gemeinsam mit den Philharmonikern. Diesmal mit der „Thais-Meditation“ von Jules Massenet und einem „Csardas“, der zwar von Dirigent Harris augenzwinkernd als „Schmalz mit Schmalz mit Schmalz“ angekündigt wurde, aber selbstverständlich trotzdem unwiderstehlich war. Ein ungarischer Marsch von Hector Berlioz, Teile aus „Les Sylphides“ von Chopin und die Polonaise in D-Dur von Henryk Wienawski rundeten das abwechslungsreiche Programm ab.

Als Zugabe durfte auch bei diesem Neujahrskonzert, mit dem sich KuK bei Sponsoren, Mitarbeitern und Gästen bedankte, der traditionelle Radetzkymarsch, bei dem ausnahmsweise Mitklatschen Pflicht ist, nicht fehlen. ▪ luka

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