„Augenmerk muss auf Erhalt der Kirche liegen“

Mit einem besonderen Gruß zum neuen Jahr eröffnete der Übergangsgemeinderat der katholischen Gemeinde in Meinerzhagen den traditionellen Neujahrsempfang. -  Fotos: Schlicht

Meinerzhagen - Die jüngste Vergangenheit, aber auch die Zukunft der katholischen Gemeinde in Meinerzhagen stehen ganz im Zeichen des Pfarrei-Entwicklungsprozesses – und das spiegelte sich auch am frühen Samstagabend im Pfarrsaal an der Kampstraße wider, als die Gemeinde zum Neujahrsempfang eingeladen hatte.

Wie berichtet, wird die Kirche St. Martin in spätestens zwei Jahren nicht mehr weitergeführt. Eine Entscheidung, auf die Pfarrer Thorsten Rehberg nochmals einging. Zugleich betonte er jedoch, dass sich auch zur Fortführung des Betriebs in St. Marien vieles ändern müsse.

„Wir müssen uns vor Augen führen, was wir wollen“, sagte Rehberg am Samstag vor einer doch recht überschaubaren Zahl an Gästen.

Weiteres Vorgehen soll 2017 erörtert werden

Noch in diesem Jahr solle ein Votum ausgewertet werden, das zeige, wie es in der Gemeinde weitergehen soll. „Um auf eine gesunde Basis zu kommen, müssen wir schnell sein, denn 2020 müssen wir unsere Entscheidungen getroffen haben. Wenn uns das gelingt, werden die nächsten Jahren richtig schön werden“, sagte der Pfarrer. 

Um dieses Ziel zu erreichen, würden jedoch dringend Menschen benötigt, die bereit seien, die nächsten vier Jahre im Gemeinderat der Kirche mitzuarbeiten – derzeit wird die Gemeinde von einem Übergangsgemeinderat geleitet. „Denn unser Augenmerk muss darauf liegen, die katholische Kirche zu erhalten.“

Den „Ökumenischen Perspektivwechsel“, den die Evangelischen Kirchen in Rheinland und Westfalen sowie das katholische Bistum Essen am Freitag angekündigt haben und bei dem Kirchen zu einer verbindlichen Zusammenarbeit geführt werde könnten, betrachtet Pfarrer Thorsten Rehberg abwartend: Die Katholische Kirche bemühe sich, in einer extrem schwierigen Lage eine gute Basis für die zukünftige Arbeit zu finden. 

Betrachtet man die Zahlen in Deutschland, so liege es nahe, dass es der Evangelischen Kirche genau so geht. Vor diesem Hintergrund müsse man sich die Frage stellen, ob die Evangelische Kirche in Deutschland nicht mit einer gemeinsamen Lösung besser bedient wäre.

Auch Rückblick auf dem Programm

Neben dem Entwicklungsprozess stand aber auch ein Rückblick auf das Gemeindejahr auf dem Programm. Christoph Kistner, Nicole Breker und das Ehepaar Rosetta und Guiseppe Pisan vom Übergangsgemeinderat ließen die Aktionen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren. 

Besonders beeindruckend sei der Gottesdienst zum Thema „Vielfältigkeit“ zu Beginn des Jahres gewesen, bei dem die Kirche illuminiert war. Der Mitarbeiter-Dankeschön-Tag mit einer Wanderung rund um die Nordhelle gehörte ebenso zu den Höhepunkten 2016 wie das beeindruckende Gospelkonzert in der Kirche St. Martin. Auch in diesem Jahr soll wieder ein besonderes Konzert stattfinden, allerdings mit gregorianischer Musik, versprach Thorsten Rehberg.

Ulla Müller von den katholischen Frauen (KFD) stellte die zahlreichen Aktionen der Gemeinschaft ausführlich vor und warb für weitere Mitglieder. Zudem wies sie darauf hin, dass am kommenden Mittwoch in der Jesus-Christus-Kirche ab 9.30 Uhr der traditionelle Bittgottesdienst aller Gläubigen mit anschließendem Kaffeetrinken stattfinden wird. Zum Weltgebetstag laden die Frauen für den ersten Freitag im März in die Marienkirche ein.

Pfarrer Thorsten Rehberg unternahm mit den Messdienern zudem einen Ausflug nach Fort Fun und auf den Alpaka-Hof in Meinerzhagen. Zudem präsentierte er den Anwesenden am Samstag das Spiel „Missa“, das von allen drei Gemeinden der Pfarrei für die Kommunionkinder entwickelt wurde. Damit sollen die Mädchen und Jungen auf spielerische Weise erfahren, wie eine Messe funktioniert.

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