Neujahrsempfang der katholischen Gemeinde

+
Mit dem Blick für das Wesentliche, gepaart mit einer scharfen Zunge und viel Fingerfertigkeit unterhielt Zauberpater „Schimmel“ mit seiner Assistentin Agnes Stahlschmidt die Gemeinde auf höchst amüsante Weise.

MEINERZHAGEN ▪ Informativ und unterhaltsam, so gestaltete sich am Samstagabend der Neujahrsempfang der katholischen Gemeinde in Meinerzhagen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst traf sich die Gemeinde im Jugendheim an der Kampstraße.

Dr. Kerstin Kregel, Vorsitzende des Gemeinderates, und Karl Hardenacke, Delegierter in den Kirchenvorstand, eröffneten gemeinsam den Empfang. Karl Hardenacke gab den Anwesenden einen Rechenschaftsbericht über die Arbeit des Gemeinderates, zu denen sechs ordentliche Sitzungen gehört haben, eine Klausurtagung, Besuch von Lehrgängen und das Setzen von Schwerpunkten. Erfreut berichtete er der Gemeinde, dass sich die Zahl der Lektoren erhöht habe. „Die Zukunft wird sein, dass wir drei Kirchen in einem Boot haben“, begann er ein empfindliches Thema anzusprechen. Gemeint war damit, dass es künftig nur noch St. Marien in Meinerzhagen, St. Josef in Kierspe und St. Christophorus in Valbert geben wird. Weiter startete der Gemeinderat im vergangenen Jahr eine Umfrage unter den Gemeindemitgliedern: „Welch geistliches Kind sind wir – Leben in Gemeinschaft.“ Der Rücklauf der Fragebögen war unterschiedlich, je nach Pfarrgemeinde. Die meisten Fragebögen kamen aus der Meinerzhagener Gemeinde zurück. Zum Thema „Gottesdienst und Gebet“ gab es die meisten Anregungen. Über die Ergebnisse aus den Fragebögen wird es an vier Abenden unter der Leitung von Michael Meurer, Referent im Dezernat Pastoral des Bistums Essen, in St. Marien Gesprächsrunden geben. Termine sind am 2. Februar mit dem Thema Verkündigung des Glaubens, 9. Februar mit Gottesdienst und Gebet, 16. Februar mit Sorge für die Mitmenschen und am 23. Februar schließlich mit Leben in der Gemeinschaft.

Christoph Kistner hatte eine Fotopräsentation vorbereitet mit den wichtigsten Ereignissen des vergangenen Jahres. Dazu gehörten der Besuch des Bischofs Dr. Franz-Josef Overbeck am 14. März, die Taizéfahrt der Firmlinge nach Ostern, das ökumenische Gemeindefest am 13. Juni, der Mitarbeiterausflug nach Altana am 26. September, die Sternwallfahrt nach Herscheid am 2. Oktober und das Benefizkonzert in St. Martin zugunsten des Familienzentrums St. Martin am 28. November. Auch Fotos der Aktivitäten des Kirchenchores, der katholischen jungen Gemeinde, der Familienkreise und der Firmlinge wurden am Samstagabend im Rahmen des Empfangs gezeigt.

Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke informierte über die Tätigkeit des Kirchenvorstandes. „In fünf Sitzungen befasste sich der Kirchenvorstand mit dem Weggang von Claudia Maiwurm und der Einstellung von Sigrid Stollwerk, der Veräußerung von Restgrundstücken und um den Haushalt von 332 000 Euro für die ganze Pfarrei. Thema waren auch die undichten Dächer der Kirche St. Josef und des Küsterhauses, die jeweils mit 15 000 Euro repariert werden mussten.“

Dr. Kerstin Kregel verwies auf die Gemeindetermine im laufenden Jahr. Sie beginnen mit den Gesprächsrunden in Februar mit Michael Meurer. Am 3. April steht der Caritas- Kranktag in der Terminübersicht, am 15. April die Andacht zum Kreuzweg in St. Marien, der 8. Mai mit dem 50-jährigen Weihefest St. Josef in Kierspe, der 21. Mai der Gottesdienst und die Feier zum 15-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke, der 25. Juni mit der Firmung in St. Marien, der 3. Juli die Marienwallfahrt nach Marienheide, der 10. Juli das Gemeindefest in St. Martin, der 18. September die Andacht zum Fest Kreuzerhöhung in St. Marien, der 16. Oktober mit dem Mitarbeiterausflug, der 8. Dezember das Patronatsfest St. Marien und der 21. Januar 2012 der Neujahrsempfang für die Gemeinde.

Der jedoch unterhaltsamste Teil des Abends war der Auftritt von Zauberpater „Schimmel“, Hermann Bickel aus Sankt Augustin von den Steyler Missionaren. Mit seinem untrüglich Blick für das Wesentliche und seiner scharfen Zunge kam so manches heikle Thema zu Wort, so beiläufig eingeflochten, doch immer den wunden Punkt treffend. Ganz nebenher zeigte Zauberpater „Schimmel“ Zauberstücke, die die ganze Gemeinde in Erstaunen versetzte. Da er dieses umfangreiche Programm nicht alleine schaffte, bat er Agnes Stahlschmidt aus der Gemeinde, ihm bei seinen Kunststücken zu assistieren. Hier sollte sie mit Salz ein Kunststück pfeffern, dort einen Kreis zu einem Viereck pusten und nebenher goss er aus einer Blumenvase immer und immer wieder Wasser: „Habe ich ihnen schon mal erzählt, dass es Blumen gibt, die kein Wasser brauchen?“, war der sich beständig wiederholende Satz, mit dem er das kommentierte. Eine neue Sicht auf lieb gewonnene Redewendungen vermittelte er der Gemeinde ebenso. „Schatzi“ ist für ihn eine Mischung aus Schatz und Ziege, die Bischöfe sind die „recht mäßigen“ Nachfolger der Apostel und einem Priester oder auch Junggesellen fehle zu „seinem“ „Glück“ nur eine Frau.

Auch Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke bekam sein Fett weg. Für Pater Hermann Bickel war es klar, dass Pastor Keinecke es schwer habe, sein Gewicht unter Kontrolle zu halten. Immerhin beinhalte er zwei Funktionen in einer Person, eine als Pfarrer und eine als Pastor, und beide hätten Hunger. Nach dem offiziellen Teil wurde das Büffet eröffnet und viele Gemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit des zwanglosen Beisammensein bis weit in den Abend. ▪ GeG

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare