Bemühungen um die Innenstadt tragen Früchte

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Gut 100 Quadratmeter, so das Ehepaar Wanner, stehen in diesem Ladenlokal an der Hauptstraße – ehemals Graf Optik – zur Verfügung. Am 9. August soll hier „Checker und Chica“ seine Pforten öffnen.

Meinerzhagen - Wie kann die Meinerzhagener Innenstadt mit mehr Leben gefüllt werden? Natürlich auch durch die Ansiedlung neuer Geschäfte. Und in dieser Hinsicht gibt es einen ersten „Lichtblick“.

Von Jürgen Beil

Gerade im Segment Textilien/Mode bescheinigte das Einzelhandelskonzept Meinerzhagen „Potenzial“, hier gibt es laut Expertengutachten einen keinesfalls „gesättigten“ Markt. In diese Lücke möchten nun Elke und Frank Wanner stoßen. Das Ehepaar aus dem oberbergischen Kreis eröffnet am 9. August das Geschäft „Checker und Chica“ an der Hauptstraße im ehemaligen und nun leerstehenden Ladenlokal von „Graf Optik“. Mode für jungen Leute und Junggebliebene wollen sie dort anbieten – als Vollausstatter von Jeans über Unterwäsche bis zu stylischer Oberbekleidung und Accessoires.

Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter der Stadt Meinerzhagen und Petra Gothe, im Rathaus für Wirtschaftsförderung zuständig, freuen sich darüber – ebenso wie Claudia Dick vom Düsseldorfer Büro ASS, das die Innenstadt-Entwicklung gemeinsam mit der Stadt im Zuge der „Regionale 2013“ vorantreibt. Denn diese Nachricht bestätigt alle in der Ansicht, dass Meinerzhagen entwicklungsfähig ist. Die Experten sind auch regelmäßig im Quartiersbüro an der Hauptstraße anzutreffen, wo die Projekte zur Attraktivitätssteigerung der City koordiniert und Anregungen gesammelt werden.

Erst am gestrigen Donnerstag fand im Rathaus wieder ein Workshop statt, bei dem Anwohner und Mieter von Ladenlokalen an der Derschlager Straße gemeinsam Ideen zur Aufwertung „ihrer“ Fußgängerzone sammelten, es war der vierte. „Dabei soll aber auch eine Gemeinschaft entwickelt werden, damit alle Anlieger an einem Strang ziehen“, erläuterte Claudia Dick. Friedrich Rothaar kann auch schon von ersten Ideen berichten, die gute Chance auf eine Umsetzung haben: „Blumenkübel zum Beispiel, die eine durchgehende Linie in den Fußgängerzonen darstellen sollen. Oder Sonnensegel, letzteres war eine Idee aus der Bürgerschaft. Aber auch Spielgeräte und eine andere Beleuchtung wurden schon diskutiert.“

Beschlossen ist aber noch nichts, das geht auch gar nicht. Denn: Erst nach dem vierten Workshop wird es jetzt für das Büro ASS darum gehen, die Ideen in konkrete Pläne umzuarbeiten. Dann können sich die politischen Gremien der Stadt damit auseinandersetzen. Und erst wenn konkrete Beschlüsse vorliegen, geht es an die Beantragung von Fördermitteln. Auch das erfordert einigen Aufwand, denn die Zuschüsse sprudeln aus unterschiedlichen „Quellen“.

Parallel mit dem Projekt Derschlager Straße gibt es einen weiteren Workshop für die Fußgängerzone „Zur alten Post“. „Und im Herbst geht es dann auch mit der Hauptstraße los. Danach folgt dasselbe Vorgehen bezüglich der Altstadt“, erklärt Claudia Dick. Umgesetzt werden könnten erste Maßnahmen, wie beispielsweise die Blumentöpfe für die Fußgängerzonen, auf jeden Fall erst im Jahr 2015.

„Unser Ziel bleibt es, Leerstände von Ladenlokalen zu beseitigen und eine Aufwertung der Innenstadt durch all diese Maßnahmen trägt natürlich auch dazu bei, Geschäftsleute anzulocken“, ist Rothaar optimistisch.

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