Kleinspielfeld beim RSV Listertal

Sattes Grün für Listertaler Nachwuchskicker

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Mitarbeiter der Firma Tartemann sind seit einigen Tagen mit der Verlegung des Kunstrasens auf dem Kleinspielfeld beschäftigt. Hier schneidet ein Mitarbeiter Aussparungen, in die die weißen Linienfelder eingefügt werden.

Hunswinkel - Drei Jahre intensiver Planung liegen hinter dem RSV Listertal, heute Abend könnte das Kleinspielfeld am Herbert-Jassmann-Stadion fertiggestellt sein: Am Dienstag sind nur noch Detailarbeiten an dem satten Grün notwendig.

Dies ist nicht zuletzt der tatkräftigen Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer zu verdanken, deren Leistung RSV-Vorsitzender Ingo Hartmann beim Ortstermin mit der MZ hervorhob. „Ohne die vielen Personen, die uns auch mit ihrem Fachwissen unterstützt haben, hätte der Verein das Projekt nicht stemmen können!“ Deutlich wird das etwa an dem Eigenanteil, der ein Drittel des Gesamtprojekts ausmacht: 60 000 Euro flossen durch Muskelkraft und Spenden in das Projekt. Unter anderem in Form von 1900 Tonnen Gestein, dass die benachbarte Basalt AG für den Untergrund zur Verfügung stellte. Das Hunswinkeler Tiefbauunternehmen Mourmaux wiederum bereitete das Gelände entsprechend vor.

Weitere 60 000 Euro flossen im Rahmen der städtischen Sportförderrichtlinie ins Listertal – und die verbleibenden 60 000 Euro müssen durch Eigenmittel, Sponsoren und Spender aufgebracht werden. Eine Herausforderung, denn: „Noch fehlen uns 25 000 Euro, die uns nun dankenswerterweise die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen zwischenfinanziert“, so Hartmann, der natürlich auf weitere Unterstützer hofft – und auf neue Mitglieder. So hat der RSV die Aktion „Mitgliederoffensive“ gestartet, bei der bestehende Mitglieder für die Werbung neuer RSVer ein Essen im Wert von 100 Euro gewinnen können.

Eröffnungsturnier für dieses Jahr geplant

Dass sich das Engagement lohnt, soll sich schon bald auf dem Kleinspielfeld zeigen. Schon am Wochenende soll das Feld bespielt werden. „Und auf jeden Fall wollen wir noch in diesem Jahr ein Eröffnungsturnier durchführen“, kündigt Ingo Hartmann an. Vor allem E- und F-Jugendliche sollen künftig den neuen Kunstrasen nutzen, der vom DFB allerdings bis zur D-Jugend zertifiziert ist.

Fachfirma hat bereits großes Spielfeld verlegt

Für die fachgerechte Verlegung sorgt seit dem Wochenende das Unternehmen „Sport Tartemann“ aus Recklinghausen, das vor zehn Jahren bereits den Kunstrasen des Hauptspielfeldes verlegt hat und diesen im Zuge seiner Arbeit auch noch einmal aufarbeiten wird. Seither hat sich in Sachen Kunstrasen viel getan. Mittlerweile sorgen eingedrehte Fasern dafür, dass das Granulat länger am Boden gehalten wird. Pflege ist dennoch notwendig: So wie bereits auf dem großen Feld, wird das Granulat auch auf dem kleinen etwa zweimal pro Jahr aufgenommen und neu verteilt, um ein Verdichten zu verhindern. Insgesamt 20 Tonnen Granulat werden in diesen Tagen auf dem Feld aufgebracht, zuvor werden 50 Tonnen Quarzsand auf die 2000 Quadratmeter große Fläche verteilt. Dieser hochfeine Sand soll den Kunstrasen stabilisieren.

Pläne für Valbert früh verworfen

Wie mehrfach berichtet, meldeten die Listertaler Fußballer schon seit längerem den Bedarf an einem zusätzlichen Spielfeld an. Zunächst habe man sich um eine Nutzung des Jedermann-Sportplatzes in Valbert bemüht, um eine zentralere Anlaufstelle für die Jugendlichen zu schaffen. Doch daraus wurde nichts. „Da hätte man bereits 120 000 Euro für den Untergrund ausgeben müssen, ehe man mit den eigentlichen Arbeiten hätte beginnen können“, erinnert sich Hartmann an Gespräche mit der Stadtverwaltung.

Nun verfügt der RSV Listertal am angestammten Ort über ein gebündeltes Angebot für Groß und Klein – das im besten Fall noch weiter ausgebaut werden kann. „Wenn wir denn das Geld haben“, betont Hartmann. Denn neben dem 40 mal 50 Meter großen Kleinspielfeld ist noch genug Platz für eine Sprunggrube für Torhüter und weitere Trainingsflächen vorhanden...

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