Metall für die Ohren

+
Gerrit Eckert, Paolino Barone und Dirk Lellwitz (von links) haben den Verein „Kulturschock“ gegründet und wollen unter dessen Dach weitere Veranstaltungen organisieren.

Meinerzhagen - Metal-Fans der Region werden sich den 8. September längst in ihrem Terminkalender eingetragen haben: Dann steht die zweite Auflage des Festivals M4M (Metal for Meinerzhagen) auf dem Programm.

Fünf Bands aus Deutschland „und Übersee“, sprich: Bayern, wie Veranstalter Dirk Lellwitz augenzwinkernd sagt, haben ihre Teilnahme am Konzert-Tag bereits fest zugesagt.

Headliner, also Höhepunkt des Festivals, wird die Gruppe Delirious sein. Eine Thrash-Metal-Band aus Hamm, die sich 1990 gründete und bisher drei Studio-Alben eingespielt hat. Zu ihrer Historie zählen Auftritte auf dem Rock-Hard-Festival und dem Wacken Open Air. Des Weiteren im Line-up: Die Speed-Metal-Band Messerschmitt aus Remscheid, die bayrische Formation Sweeping Death, die eine Mischung aus Power-, Thrash- und Progressive-Metal präsentiert, Mirrorplain aus Finnentrop, die Alternativ Rock spielen, und die aufstrebenden Newcomer Tyler Leads, die das Festival mit Heavy Rock nach dem Einlass ab 16 Uhr eröffnen. Das Ende ist für 23 Uhr geplant.

Verein will „Kulturschock“ bieten

Um das Festival auf organisatorisch sicherere Füße zu stellen und außerdem mittelfristig noch die eine oder andere Veranstaltung zusätzlich anbieten zu können, haben sich die Organisatoren in einem Verein zusammengetan. Anfang des Jahres wurde „Kulturschock“ gegründet, ein bislang zwölf Mitglieder starker Verein, an dessen Spitze Dirk Lellwitz als Vorsitzender steht. Sein Stellvertreter ist Gerrit Eckert, Paolino Barone überwacht die Finanzen.

Nachwuchs soll motiviert werden

„Wir haben einiges vor, planen zum Beispiel einen Nachwuchs-Wettbewerb, mit dem sich jüngere Bands für die Teilnahme am Festival qualifizieren können“, sagt Dirk Lellwitz, der sich mit seinen Mitstreitern jetzt aber erst einmal auf den Konzert-Tag am 8. September konzentrieren will. Dann heißt es, wie bei der Premiere im vergangenen Jahr: Eintritt frei. „Wir bitten die Gäste natürlich, ihre Speisen und Getränke nicht mitzubringen, weil wir das Ganze ja irgendwie auch finanzieren müssen“, sagt Lellwitz. Vor Ort ist erneut der „Heiße Hai“, für die Sicherheit rund ums Festival sorgt die Gemeinschaft Harlekin Brotherhood.

Dass der Klang harter Metal-Bands für manch ein Ohr ungewohnt ist, steht außer Frage. Zu Problemen sei es bei der Erstauflage im vergangenen Jahr aber nicht gekommen, sagt Lellwitz. „Ich weiß nur von einer Beschwerde, bei der eine ,seltsame Musik‘ kritisiert wurde“, erinnert sich der Organisator. Stattdessen sei es zu einer durchaus netten Begegnung gekommen. „Eine ältere Dame stand auf einmal vor mir und sagte, sie wolle mal schauen, warum ihre Küchenschränke denn so vibrieren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare