Neuer Pilgerstein markiert den einstigen Hauptweg

+
Der Standort des Steins an einem alten Hohlwegbündel markiere den einstigen Hauptweg, der auf alten Karten verzeichnet sei, sind die Akteure überzeugt. ▪

VALBERT ▪ Der 21. Pilgerstein an der sogenannten Heidenstraße ist gesetzt: Am Rande der Ortschaft Haumche kam der unbehauene 300 Kilogramm schwere Grauwacke-Brocken in sein Betonfundament.

Gesponsert von den Brüdern Fred und Wolfgang Oehm, aufgestellt von Steinmetz Joachim Eßlinger und Azubi Dennis Schöneweid, zeigt der Stein mit eingravierter Botschaft und stilisierter gelber Jakobsmuschel ein Bodendenkmal an und Wanderern den rechten Weg. Sein Standort an einem Hohlwegbündel markiere den einstigen Hauptweg, der auf alten Karten verzeichnet sei, sind die Akteure überzeugt.

Erkennbar parallel dazu verlaufen sieben weitere Hohlwege, die allesamt in Richtung Sundfeld weisen. „Irgendwann, je nach Beschaffenheit des Untergrundes an den Steigungen unterschiedlich stark, war die ursprüngliche Trasse ausgefahren und für die mit Eisen bereiften, schwer beladenen Karren nicht mehr passierbar“, erläutert Herbert Schmoranzer. „Dann wurde daneben die nächste eröffnet.“

Seit historischen Zeiten sozusagen in öffentlichem Eigentum, befindet sich der Hauptweg dieses Bündels jetzt im Besitz der Stadt Meinerzhagen, während der umgebende Wald in Privateigentum ist. Gelegenheit, diesen beschaulichen Winkel der Kommune in Augenschein zu nehmen, hatten daher als deren Vertreter auch Friedrich Rothaar und Achim Neubert. „Viele Wege und Parzellen gehören – historisch bedingt – der Stadt“, erklärten sie. Auf Meinerzhagener Stadtgebiet ist dies bereits der vierte Gedenkstein an der Strecke, die von Schmallenberg bis Marienheide wanderbar ist, wie Herbert und Annemarie Schmoranzer versichern.

Die ehrenamtlichen Aktivisten der Projektgruppe, zu der auch Hans Ludwig Knau zähle, koordinierten ihre Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland und der Jakobusgesellschaft. „In Arbeit“ sei der anvisierte Lückenschluss zwischen Marienheide und Köln. Nach der Platzierung wird der Stein in Kürze eingeweiht. ▪ as

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare