Ein neuer Naturpark entsteht im Raum Sauerland

Der rote Bereich zeigt, welche Ausmaße der neue Naturpark hat. Er umfasst auch die Stadtgebiete von Meinerzhagen und Kierspe und reicht bis an die hessische Grenze. - Grafik: Märkischer Kreis

Meinerzhagen - Das Gebiet reicht von Burbach bis Hemer, von Medebach bis Meschede und schließt Meinerzhagen ein: im „Naturpark Sauerland-Rothaargebirge e.V.“ sollen die Naturparks Ebbegebirge, Homert und Rothaargebirge zusammengelegt werden. Mit einer Fläche von mehr als 3700 Quadratkilometern ist er damit einer der größten Parks Deutschlands.

Von Simone Benninghaus

Neben dem Hochsauerlandkreis, dem Märkischen Kreis, den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein können auch die Städte, die sich im Gebiet der Naturparks befinden, Mitglied werden. Für Meinerzhagen fällt dabei ein Beitrag von 950 Euro an, wie Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt informierte.

Die Naturparks hätten einen unverzichtbaren Beitrag zur Entwicklung des Sauerlandes und Siegerland-Wittgensteins als die „Wanderdestination“ Nordrhein-Westfalens geleistet, heißt es dazu in der Vorlage des Ausschusses. Das „Naturerleben für die Bevölkerung“ soll durch die Bildung eines gemeinsamen Parks gefördert werden, erklärte Rothaar jetzt im Ausschuss. Die touristische Infrastruktur solle ebenso wie die Pflege und Unterhaltung der Wanderstrecken und Rundwege gefördert werden.

Das Freizeittourismuskonzept „Oben an der Volme“ sei von der Gründung eines Naturparks indes nicht betroffen, so Ausschussvorsitzender Rolf Puchkarsky. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Region“, sagte er auf die Frage von Reiner Ronge (FDP), der wissen wollte, ob das Projekt „Oben an der Volme“ mit der Gründung des Naturparks hinfällig würde.

Auch für die Waldbesitzer habe die Gründung des Parks keine Folgen. „Alles bleibt, wie es ist“, sagte Rothaar. Der Naturpark sei nicht mit einem Nationalpark zu verwechseln. Durch die Neuorganisation sollen Projekte im Bereich der touristischen Entwicklung, der Umweltkommunikation und der Regionalentwicklung besser gebündelt werden.

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