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Neuer Impfstoff: Impfzentrum registriert wahren Boom

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Von: Göran Isleib

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Auch in Meinerzhagen wird der angepasste Impfstoff geimpft.
Auch in Meinerzhagen wird der angepasste Impfstoff geimpft. © Sina Schuldt

Sehr gut angenommen wurde der besondere Impftermin am vergangenen Sonntag im medico-Test- und Impfzentrum in der Stadthalle Meinerzhagen, nachdem die Ständige Impfkommission zwei neue Auffrischungs-(Booster-)Impfstoffe auf ihre Empfehlungsliste gesetzt hatte.

Meinerzhagen – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte einen „heißen Corona-Herbst“ vorausgesagt. Und, damit Deutschland nicht „überhitze“, hatte der Minister Impfstoffe geordert, die auch gegen die neuen Varianten des SARS-CoV-2-Erregers wirken sollen, informiert die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Die Bestellungen seien auch in heimischen Praxen angekommen. Zur Verfügung stehen der an Omikron angepasste Impfstoff von Moderna, der auf der Omikron-Variante BA.1 und dem Urtyp basiert, sowie der neue Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Fünf Impftermine

Das Test- und Impfzentrum von medi-co consulting hat für das Verimpfen insgesamt fünf Termine angesetzt, neben dem am vergangenen Sonntag vier weitere im Oktober, und zwar am 5., 11., 16. und 25. des Monats. „Wir hatten am Sonntag ungefähr doppelt so viele Impflinge wie bei den regulären Impftagen, die wir einmal monatlich anbieten“, resümiert Sabrina Subat. Die Geschäftsführerin der medi-co consulting GmbH geht davon aus, dass die Nachfrage zunächst auf einem recht hohen Niveau bleiben wird. „Wir haben auch schon zahlreiche Buchungen für die kommenden vier Oktober-Termine“, freut sie sich.

Schon für kommenden Dienstag, 4. Oktober, rechnet Sabrina Subat damit, dass dann ein weiterer Impfstoff für die Omikron-Varianten BA.4/BA.5 zur Verfügung stehen sollte. „Ob das dann tatsächlich der Fall sein wird, müssen wir natürlich abwarten“, schränkt die Geschäftsführerin die Lage ein.

Grünes Licht der Stiko

Zur Erinnerung: Die Europäische Kommission hatte die beiden Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, die sowohl gegen den Wildtyp des Coronavirus als auch gegen die Omikronvariante BA.1 wirken sollen, am 1. September dieses Jahres für alle Personen ab zwölf Jahren zugelassen, allerdings nur für eine Auffrisch-Impfung.

Die Auslieferung durch die Hersteller hatte zwar unmittelbar danach begonnen, allerdings wurden beispielsweise im Märkischen Kreis keine Impfungen durchgeführt, weil es zunächst noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gegeben hatte. Erst als die Stiko grünes Licht gab, konnte auch im Märkischen Kreis mit den Impfungen begonnen werden.

„An NRW gingen in der ersten Tranche rund zwei Millionen Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer und 870 000 Dosen des neuen Moderna-Impfstoffs“, heißt es seitens der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Weiter heißt es von der KVN: „Deutschland erhält nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) im September insgesamt rund zehn Millionen Dosen des BA.1-Impfstoffes von Biontech/Pfizer und weitere rund vier Millionen Dosen von Moderna.“

Auf Nachfrage bestätigte Dr. Holger Reimann, niedergelassener Internist in Meinerzhagen, dass auch seine Praxis diese Impfungen durchführt. Allerdings befindet sich die Praxis derzeit noch im Urlaub und öffnet erst in der kommenden Woche wieder.

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