Die romanischen Kirchen im Fokus

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Die Gründungsmitglieder des Förderkreises Romanischer Kirchen im Märkischen Kreis am Taufstein.

Meinerzhagen – Im Gemeindehaus der Meinerzhagener Jesus-Christus-Kirche wurde am Mittwoch der Förderverein „Romanische Kirchen im Märkischen Kreis“ aus der Taufe gehoben.

Dazu passend: Die 15 Gründungsmitglieder stellten sich im Anschluss an die Gründungsversammlung zu einem symbolträchtigen Gruppenfoto in der Kirche um das über 700 Jahre alte Taufbecken herum. 

Über die Jahrhunderte hinweg sind die Kirchen für das Bild vieler Städte und Dörfer prägend, ganz besonders die romanischen Kirchen. Sie zählen zu den ältesten Gebäuden überhaupt. Was vielfach nicht bekannt ist: Sieben davon gibt es im Märkischen Kreis: St. Lambertus in Affeln, St. Blasius in Balve, die Johanneskirche in Iserlohn-Hennen, die Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen, die Christuskirche in Plettenberg, die Evangelische Kirche in Plettenberg-Ohle und die Evangelische Kirche in Wiblingwerde. Sie stellen historisch und kulturell unvergleichliche Werte dar.

In der Öffentlichkeit sind diese Kulturschätze allerdings in den vergangenen Jahren mehr und mehr in Vergessenheit geraten. An dieser Stelle setzt der Förderverein an. Kunst- und Architektur-Kenner Jürgen Hennemann, der Initiator dieses Projektes, erklärt dazu: „Wir haben den Förderverein mit dem Ziel gegründet, die romanischen Kirchen im Märkischen Kreis wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen zu bringen“. 

Heimische Kulturschätze stärker ins Bewusstsein der Menschen bringen – versuchen das die Gemeinden nicht bereits? Natürlich gibt es schon jetzt Informations- und Bildmaterial über die sieben Kirchen. Zum Teil werden sogar Führungen angeboten. Aber das leistet bislang jede Kirchengemeinde für sich alleine. „Die Strahlkraft von sieben gemeinsam auftretenden romanischen Kirchen ist größer, als die einer jeden einzelnen. Wir möchten daher unsere Kirchen künftig gemeinsam vorstellen“, betonen Jürgen Hennemann, der dem Beirat des Vereins angehört, und der 1. Vorsitzende Ludwig Kirchhoff-Stewens. Beide sind übrigens Werdohler und gehören nicht, wie der größte Teil der anderen Gründungsmitglieder, einer der Kirchengemeinden an. Willkommen sind im Verein nämlich alle Interessenten und Förderer der romanischen Baukunst.

Wie will der Verein die romanischen Kirchen gemeinsam darstellen? In Form von Berichten in Tageszeitungen und Magazinen oder in Flyern und Broschüren wie schon bisher, aber eben auch in Form eines gemeinsamen und lebendigen Internet-Auftrittes mit informativen Beiträgen über die Kirchen, mit Fotos, Videos und Audios und in Form von gemeinsamen Aktionen. So sind beispielsweise Ausstellungen und Konzertreihen angedacht. Allein auf weiter Flur steht der Verein mit seinem Vorhaben nicht. Ein Beispiel oder Vorbild, wie alles funktionieren kann, gibt es in dem schon seit einigen Jahren bestehenden Förderverein Romanische Kirchen Köln. 

Der neue Zusammenschluss lässt sich ganz bewusst als Förderverein registrieren. Die Projekte und Aktionen sollen ausschließlich mithilfe von Fördergeldern, Spenden und dem ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder umgesetzt werden. In Anbetracht der vielfältigen Fördermöglichkeiten, über die man sich schon vor der Gründung informiert hat, nimmt der Verein seine Aufgabe nun mit großem Optimismus in Angriff.

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