Neuer Anlauf für den zweiten Abschnitt des Löher Wegs im kommenden Jahr?

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Bis zur Einmündung Weidenstraße ist der Löher Weg im ersten Abschnitt ab Bergstraße fertig. Gerade die jetzt herrschende Situation bei den „Kanalübergängen“, macht einen Weiterbau in zeitlicher Nähe zur bisher erfolgten Arbeit unabwendbar.

Meinerzhagen - Stillstand auf dem Löher Weg: Ein relativ fassungsloser Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck fasste die Situation Anfang April dieses Jahres mit den Worten „die Steigerung der Kosten im Bereich des Kanalbaus hat uns doch sehr überrascht“ zusammen. Etwa doppelt so hoch schlugen die bei der durchgeführten Ausschreibung zu Buche. Was folgte, war unabwendbar. Wegen nicht ausreichender Mittel – diese waren in ihrer Höhe in Anlehnung an die Kosten für den ersten Bauabschnitt in den Etat eingestellt worden – musste die Fortführung der Arbeiten auf Eis gelegt werden.

Vor Ort bedeutet das, dass die Strecke vom Abzweig Bergstraße bis zur Weidenstraße komplett fertiggestellt ist, der in Teilbereichen aber deutlich marodere zweite Teil mehr und mehr verfällt.

„Wir müssen hier weitermachen. Wir haben die Maßnahme technisch ohnehin immer als Einheit gesehen“, so Jürgen Tischbiereck. Diese Aussage unterstützt er im Gespräch mit der MZ nicht nur durch die in einem Zug ausgeführte Planung und hydraulischen Berechnungen durch ein Fachbüro, sondern auch durch das Gespräch mit den Bürgern. Gemeinsam hatte man den betroffenen Anliegern sowohl des ersten, als auch des zweiten Abschnittes die Pläne im April 2016 vorgestellt.

Trotz der zu erwartenden Beeinträchtigungen und der nach Abschluss der Arbeiten fälligen Beiträge nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG), bestand damals im Wesentlichen kein Zweifel an der Sanierungsnotwendigkeit der Kanäle und der Straße.

Insgesamt rechneten die Fachleute im Rathaus zum damaligen Zeitpunkt mit Gesamtkosten von rund 1,8 Millionen Euro für beide Abschnitte. Die auf Basis der Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt durchgeführte Auftragsvergabe und die bisher ausgegebenen Summen von rund 425 000 Euro für den Straßenbau und von rund 350 000 Euro für den neuen Kanal, lagen im angedachten Limit. Bei etwa gleichen Konditionen wären demnach für den zweiten Abschnitt bis zum Abzweig Himbergstraße/Höltchen rund 1,1 Millionen Euro benötigt worden, welche auch im diesjährigen Haushalt veranschlagt waren.

Auch wenn man letztendlich keine „fassbaren Gründe“ für die Verteuerung bei der Stadt nachvollziehen kann, geht Jürgen Tischbiereck davon aus, dass gerade die erhöhte Bautätigkeit diverser staatlicher Auftraggeber die Lage zugespitzt hat.

Inwieweit sich diese wieder entspannen wird, bleibt aus seiner Sicht nur abzuwarten.

Um im nächsten Jahr weitermachen zu können, haben die Fachleute anhand der aktuellen Preisindizes neu gerechnet. Die sich daraus ergebenden Summen kommen zunächst traditionell in die Vorlage für das städtische Bauprogramm. Danach geht es dann in die Fachgremien zur Beratung und am Ende zur Etatverabschiedung in den Rat.

Spielraum für eine weitere Verschiebung sieht Jürgen Tischbiereck indes nicht. „Gerade die Situation die wir durch das erste Teilstück mit seiner jetzt optimalen Kanaltechnik haben, kann im Übergangsbereich zum alten Kanalnetz nicht längerfristig reibungslos verlaufen. Wir müssen also baldmöglichst für gleiche Verhältnisse sorgen“.

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