Brücken-Elemente eingebaut

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Mit einem Spezialkran wurden am Mittwoch die drei jeweils 26,80 Meter langen und 65 Tonnen schweren Spannbeton-Fertigteile für die künftige Brücke über die Bahngleise eingepasst. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Das war eine Punktlandung!“ – zeigt sich Bauleiter Peter Altenberger ebenso zufrieden wie erleichtert. Seit Wochenanfang ist die Verbindungsstraße Im Tempel wieder durchgängig befahrbar. Die Umfahrung im Zuge des Tunnel-Bauwerks und damit einhergehende Verkehrsbeschränkungen sind aufgehoben.

Noch gerade rechtzeitig vom dem starken Wintereinbruch hatten die abschließenden Arbeiten zur Wiederherstellung der Fahrbahn im Bereich der Unterführung für die neue Werksstraße der Firma Otto Fuchs am Freitag abgeschlossen werden können.

Unbeeinflusst von der winterlichen Witterung ging bereits am Mittwoch danach ein schon seit Monaten für diesen Tag geplanter weiterer großer Bauabschnitt vonstatten. Mit Hilfe eines 500-Tonnen-Spezialkrans wurden drei Spannbeton-Fertigelemente für die Brücke über die Bahngleise passgenau in die beiden Brücken-Widerlager eingebaut. Die drei vorgefertigten Bauteile weisen imposante Abmessungen auf: Sie sind exakt 26,80 Meter lang und wiegen einzeln jeweils 65 Tonnen.

Auch diese besonders aufwendige Aktion wurde dank akribischer Planung und Vorarbeit innerhalb eines Werktages reibungslos erfolgreich abgeschlossen. Damit nimmt die künftige Werksverbindung der Firma Otto Fuchs mittlerweile erkennbar Gestalt an. Verbunden werden mit der insgesamt rund 250 Meter langen neuen Trasse die Werksteile im Bereich Schwarzenberg/Kapellenweg mit dem auf der gegenüberliegenden Seite im Gebiet An der Woeste angesiedelten Strangpress-Kompetenzzentrum mit den Betriebsabteilungen B 9 bis B 12.

Zurzeit müssen für interne Werkstransporte noch die Bahngleise und die Straße Im Tempel gequert werden. Künftig steht eine direkte und barrierefreie interne Trasse zur Verfügung.

Mit einem Investitionsvolumen von rund zwei Millionen Euro müssen dafür zwei größere Bauwerke errichtet werden: Eine Brücke, mit der beginnend am Schwarzenberg -Hang die Bahntrasse überspannt wird – und dahinter auf dem dort wieder ansteigenden Gelände zunächst eine Unterführung mittels einer Tunnelröhre aus Stahlbeton zur Querung der Verbindungsstraße Im Tempel. Von dort aus schwenkt die neue Straße dann dem Geländeniveau folgend in Richtung der Betriebsteile von Otto Fuchs im Industriegebiet An der Woeste.

Auch in den nächsten Tagen und Wochen soll bei entsprechender Witterung noch auf der Großbaustelle weitergearbeitet werden. Diplom-Ingenieur Peter Altenberger, der als Leiter der Bauabteilung von Otto Fuchs federführend zuständig für das Projekt ist, hofft darauf, dass bis Weihnachten auf die jetzt drei montierten Brücken-Bauteile noch der Unterbau für die künftige Fahrbahn aufbetoniert werden kann.

Bis zum Sommer soll die neue Verbindung fertiggestellt sein und dann genutzt werden können. Bei im Schnitt täglich rund 150 Fahrten ergibt die nun deutlich kürzere direkte Verbindung deutliche Einspareffekte im Bereich der innerbetrieblichen Transportlogistik.

Damit ist man bei Otto Fuchs künftig auch losgelöst und unbeeinträchtigt vom Betrieb auf der Bahnstrecke, auf der ab Dezember 2013 dann auch wieder fahrplanmäßig Personenzüge verkehren werden. ▪ -fe

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