Neue Pächter in der „Hültekanne“

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Andrea und Bernd Hauchwitz übernehmen die Valberter Traditionsgaststätte „Hültekanne“. ▪

VALBERT ▪ Wenn am 2. November die Eingangstür der Hültekanne geöffnet wird, um den Gästen den Eintritt in die gemütliche Stube der über 500 Jahre alten Gaststätte zu gewähren, stehen mit den Eheleuten Andrea und Bernd Hauchwitz neue Pächter hinter der Theke.

Für die „Ur-Valberter“ ist das allerdings kein wirklich „neuer Arbeitsplatz“. Bereits von 1995 bis zum Jahr 2002 waren der gelernte Koch und seine Frau in der Hültekanne die Wirtsleute und versorgten ihre Gäste mit gepflegten Getränken und gutbürgerlicher Küche.

„Genau mit dieser Marschrichtung wollen wir auch in Zukunft unsere Gäste im Ebbedorf zufrieden stellen“, so Bernd Hauchwitz. Sein Motto dabei: „Lieber eine kleine Karte mit saisonalen Produkten, bei denen Frische und Qualität an erster Stelle stehen und möglichst viel Selbstgemachtes, als das große Angebot aus der Tiefkühltruhe.“ Dabei verweisen er und seine Frau besonders darauf, dass auch individuelle Speisewünsche der Gäste, abseits der aktuellen Karte, wenn möglich erfüllt werden.

Gelernt hat Bernd Hauchwitz das Kochen auf der Burg Schnellenberg in Attendorn. Anschließend ging es dann zunächst in Valbert ins elterliche Ebbe-Café und dann zum ersten Mal in die Hültekanne. Seit 2007 betreiben die Eheleute Hauchwitz das Gasthaus „Zur Linde” in Herscheid-Oberstuberg.

„Seit einigen Monaten wurde der Ruf aus Valbert von den verschiedensten Seiten immer lauter, dass wir doch wieder in die Hültekanne zurückkehren sollten“, so Andrea und Bernd Hauchwitz auf Anfrage der MZ. Ein Ziel der „neuen/alten Wirtsleute“ ist es, die „Familien-Gastronomie“ wieder mehr zu beleben.

„Wir werden versuchen, die Hültekanne als gute Stube für Familienfeiern wieder attraktiv zu machen“, so Andrea Hauchwitz. Dabei denkt sie an die gesamte „Bandbreite“ dieser Anlässe von der Geburt, über Hochzeiten, Jubiläumsfeiern bis hin zum Kaffeetrinken nach einer Beerdigung.

Da das Backen ein großes Hobby von Andrea Hauchwitz ist, werden in der Hültekanne ab November frische, hausgemachte Kuchen, Torten und Waffeln mit „Belag“ angeboten. Ein „süßes Highlight“, welches zurzeit auch in Ober-Stuberg bei Hauchwitzs serviert wird, ist dabei die Wolkentorte. Dieser, quasi „himmlische Genuss“, wird sicher auch bei den „Leckermäulern“ in Valbert seine Abnehmer finden.

Im Gespräch mit der MZ kommen bei den neuen Wirtsleuten des Traditions- Gasthauses Hültekanne auch immer wieder Erinnerungen an die Zeit von 1995 bis 2002 hoch. So waren es Andrea und Bernd Hauchwitz, die 1997 die Feierlichkeiten zum 500 jährigen Bestehen der Hültekanne ausrichteten.

„Das war eine ganz große Sache, vielleicht die größte in unserem gastronomischem Leben. Eventuell hängt auch deswegen unser Herz an der Kanne“, so Bernd Hauchwitz mit einem leichten Schmunzeln.

Die „Hauptarbeit“ der Bewirtung wird ab November Andrea Hauchwitz übernehmen, da ihr Mann im „ersten“ Berufsleben einen Job in einer artverwandten Branche hat und unter der Woche nicht den ganzen Tag zur Verfügung steht.

Bei den Öffnungszeiten werden sich die künftigen Gäste auf den Montag und Dienstag als Ruhetag einstellen müssen, wobei zu besonderen Anlässen sicherlich auch Ausnahmen möglich sind. Terminreservierung nehmen die Wirtsleute Hauchwitz bereits jetzt unter Tel. 0175-5 68 22 05 an.

Andrea und Bernd Hauchwitz freuen sich schon auf den neuen Start an alter Wirkungsstätte und gehen davon aus, dass es sich um einen längerfristigen Abschnitt handeln wird.

„Wenn alles so läuft wie wir es uns wünschen und vorstellen, könnte die Hültekanne unsere letzte Gaststätte bis zur Rente sein“, sind sich die beiden einig.

In Anbetracht der Tatsache, dass Andrea Hauchwitz gerade knapp die „Mitte Vierzig“ erreicht hat und ihr Mann Bernd knapp über 50 Jahre alt ist, könnte im November für die Valberter, ihre Vereine und Gruppierungen und auch für „Zufallsgäste“ der Hültekanne eine gute Zeit beginnen. ▪ jjh

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