Neue „Kleider“ für die Schilder

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Friedel Schwalm, Magdalene Meuche und Annette Dietze „bestricken“ auch Schilder. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Friedel Schwalm, Magdalene Meuche und Annette Dietze verschönern ihr Dorf, indem sie Verkehrsschilder, Leitplanken und sonstige öffentliche Bauwerke „umhäkeln“.

Die Idee dazu kam im letzten Jahr Magdalene Meuche, die schon seit langer Zeit häkelt und strickt. Sie war durch einen Fernsehbericht auf die neuartige Kunstform aufmerksam geworden: In einigen Großstädten sind sogar schon ganze Gebäude mit viel Aufwand „eingehäkelt“ worden.

„Ich fand das eine schöne Idee“, so die Hausfrau. „Und es ist sogar praktisch: Die ganzen Wollreste, die beim Stricken übrig bleiben, kann man hier toll verwerten“, ergänzt Freundin Annette Dietze, die ebenfalls Teil des „Häkelteams“ ist.

Viele verschiedene Motive haben die drei Damen schon an Laternenpfählen, Leitplanken und Verkehrsschildern angebracht: Besonders die Wappen diverser Fußballvereine erfreuen sich bei den fleißigen Handarbeiterinnen großer Beliebtheit: So zieren zum Beispiel die Embleme von Werder Bremen, Schalke 04 und dem 1. FC Köln – mitsamt eigens angefertigtem Geißbock „Hennes“ – die Verkehrsschilder in Börlinghausen. Und das nicht ohne Grund: „Ich gucke gerne Bundesliga“, erklärt Magdalene Meuchel. „Kollegin“ Friedel Schwalm hegt sogar Sympathien für einen bestimmten Verein: „Ich bin Schalke-Fan“, so die Hausfrau.

Auch zur Europameisterschaft haben sich die fußballinteressierten Damen natürlich etwas einfallen lassen: Stolz präsentieren sie einen in schwarz-rot-gold umhäkelten Laternenpfahl in der Dorfmitte.

Doch die drei Freundinnen haben noch mehr Ideen und Vorhaben, die in die Tat umgesetzt werden wollen: „Ich möchte in nächster Zeit das Wappen von Marienheide häkeln und irgendwo in meiner Nachbarschaft anbringen“, so Magdalene Meuchel.

Im Dorf stoßen die „Strickliesen“, wie sich die Damen augenzwinkernd selbst bezeichnen, auf ein gemischtes Echo: „Die Menschen, die sich mit Handarbeit auskennen und wissen, wie viel Aufwand das alles ist, honorieren unsere Arbeit und finden sie toll. Es gibt allerdings auch einige, die uns wahrscheinlich eher belächeln“, meint dazu Annette Dietze. „Aber wir verbringen mittlerweile schon ungefähr drei Stunden am Tag mit dem Häkeln. Es macht uns Spaß und solange das so bleibt, machen wir auch weiter“. ▪ juli

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