Betriebsnahe Kindertagesstätte

Neue Kita in Meinerzhagen stößt auf großes Interesse

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Weitaus mehr als ein „Fuchs-Bau“: Die neue Kita im Schatten der Schanze soll Anlaufstelle für Kinder aller Eltern sein.

Meinerzhagen - Meinerzhagens größtes Unternehmen, die Otto Fuchs KG, wurde jetzt erstmals als „familienfreundlich“ ausgezeichnet. Dazu passt auch die Investition in eine sogenannte betriebsnahe Kindertagesstätte – das Interesse der Fuchs-Mitarbeiter daran ist groß.

In der vergangenen Woche nahmen etwa 60 „Füchse“ an einer ersten firmeninternen Veranstaltung teil, in der über das Anmeldeverfahren für Kita-Plätze und die Hintergründe der Pläne informiert wurde. Derzeit laufe das Anmeldeverfahren für die Fuchs-Mitarbeiter, sagt Corinna Vieser, stellvertretende Personalleiterin. 

Dabei betont sie nochmals, dass die Kindertagesstätte keinesfalls eine reine „Fuchs-Einrichtung“ ist, sondern allen Eltern helfen soll, die einen Platz für ihre Kinder suchen. Für das Anmeldeverfahren „fuchsfremder“ Kinder zeichnet die Kita-Concept Trägerschaften GmbH verantwortlich, die in Sachen Platzvergabe mit dem Jugendamt des Märkischen Kreises zusammenarbeitet. 

Die lange Kita-Geschichte Im Brannten

Dass an der Straße Im Brannten eine neue Kita entstehen soll, steht bereits seit 2016 fest. Der Plan sah damals den Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis der Arbeiterwohlfahrt als Träger der Einrichtung vor. Doch nach dem Spatenstich im April 2017 tat sich lange nichts. Offensichtliche Probleme in der Bauausführung verzögerten die Eröffnung immer wieder, die zunächst für den Herbst, dann für Weihnachten 2017 angekündigt worden war.

Im November 2018 – der Kita-Bau stand immer noch still – zog die Awo schließlich die Reißleine, kündigte den Vertrag mit der Investorin des Gebäudes und sah sich nach einem neuen Standort um. Und fast zeitgleich zum Bekanntwerden des Alternativstandortes für die Awo-Kita (nahe der Johanneskirche) wurde auch eine künftige Nutzung des immer noch nicht fertiggestellten Gebäudes Im Brannten bekannt.

Fuchs-Pläne seit Juni offiziell

Im Juni 2019 bestätigte Otto Fuchs offiziell, dass man an einer sogenannten betriebsnahen Kindertagesstätte unter Trägerschaft der Kita-Concept Trägerschaften GmbH mitwirkt. Gemeinsam mit der Investorin wolle die gemeinnützige GmbH die Einrichtung im Laufe des letzten Quartals 2019 fertigstellen und in Kooperation mit Fuchs im ersten Quartal 2020 ein betriebsnahes Kinderbetreuungsangebot umsetzen. 

Dort sollen Kinder von zwölf Monaten bis zur Einschulung einen Platz finden. „Die Öffnungszeiten orientieren sich an den Bedarfen der Mitarbeiter des Betriebes und sind aktuell von 6 bis 18 Uhr geplant“, hieß es von Otto Fuchs. Die Kita werde auf zwei Etagen über eine Grundfläche von 900 Quadratmetern verfügen und damit – bei finaler Vollbelegung – 75 Kindern jede Menge Platz bieten. 

Siegel "Familienfreundliches Unternehmen"

„Die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat bei Otto Fuchs einen hohen Stellenwert, denn sie fördert die Flexibilität, Zufriedenheit und Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte damals Corinna Vieser, stellvertretende Personalleiterin. Und dieses Ziel wurde nun auch ausgezeichnet: Als eines von 14 Unternehmen erhielt die Otto Fuchs KG erstmals das Qualitätssiegel „Familienfreundliches Unternehmen“, das seit 2014 vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region mit Unterstützung der agentur mark, der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr, des Märkischen Arbeitgeberverbands und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen vergeben wird. 

„Nicht nur in Zeiten des Fachkräftemangels sind familienfreundliche Maßnahmen und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtige Fundamente der Arbeitgeberattraktivität bei Otto Fuchs“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Angebote, die es dem Arbeitnehmer erleichtern, Beruf und Familie gut vereinbaren zu können, seien sowohl bei der Stammbelegschaft als auch bei Bewerbern ein klarer Pluspunkt. 

Zu diesen Angeboten zähle etwa der eigene „Pflegelotse“, der den Mitarbeitern für wichtige Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und pflegerischer Versorgung zur Seite steht, aber eben auch eine Kinderbetreuung in den Ferienzeiten oder die geplante betriebsnahe Kita.

"Wollen uns auf dem Siegel nicht ausruhen"

Ausruhen wolle man sich auf diesem Siegel allerdings nicht, betont Stefan Laartz, Personalleiter bei Fuchs. „Wir müssen zukunftsgerichtet an der Attraktivität des Unternehmens arbeiten. Dazu gehört vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch die Gesundheitsförderung und -erhaltung im Rahmen unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements."

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