Neue Hinweise an den Ortseingängen

So sehen sie aus, die neuen Hinweisschilder der christlichen Gemeinden.

MEINERZHAGEN ▪ Die Mitte jedes Gemeindelebens ist der Gottesdienst, das verbindet die christlichen Gemeinschaften in der Stadt. Darum ist es ein Zeichen, dass die verschiedenen Kirchengemeinden ein gemeinsames Schild bekommen, das zusammen entwickelt wurde.

Es soll zum Gottesdienst einladen. Nach dem Motto „Mach mal Pause! Mach mal Sonntag – Freu dich deines Lebens und gönn dir eine Stunde für den Gottesdienst“.

Die neuen Hinweisschilder machen deutlich: In Meinerzhagen ist das Christentum in seiner Vielfalt lebendig. Bewusst wollen drei Kirchengemeinden auf einem gemeinsamen Schild zu ihren Gottesdiensten einladen. Zukünftig laden also die evangelisch-lutherische, die römisch-katholische und die freie-evangelische Gemeinde im Hasenkamp „einschildrig“ zu ihren Gottesdiensten ein.

An Ortseingangsstraßen in Meinerzhagen sind teils verblasste Hinweisschilder zu sehen. Sie weisen, nach Konfession getrennt, auf die Gottesdienstzeiten in den evangelischen und katholischen Kirchen hin. Wer genauer hinschaut erkennt, dass diese Gottesdienstzeiten vielfach nicht mehr aktuell sind oder mit geänderten Anfangszeiten überklebt wurden. Andere Schilder sind bei Straßenbauarbeiten, zum Beispiel beim Bau der neuen Südumgehung, demontiert und nicht wieder aufgestellt worden.

Dass es überhaupt Hinweisschilder auf Gottesdienstzeiten gibt, geht auf einen Erlass des Bundesverkehrsministeriums vom August 1960 zurück. Wer als Autotourist, so die damalige Überlegung, in einen fremden Ort kam, sollte gleich am Ortseingang erfahren, wann dort die katholische Messe oder der evangelische Gottesdienst gefeiert wird. Die Konfession wurde auf den 75 mal 75 Zentimeter großen Schildern mit farbigen Kirchensymbolen signalisiert: lila Kirchen für evangelische, gelbe Kirchen für katholische Gemeinden. Eine Änderung gab es am 22. Dezember 2008. In einer Verwaltungsvorschrift gab der Bundesverkehrsminister als neue Richtlinie bekannt, dass diese Schilder nicht nur den beiden großen christlichen Konfessionen, sondern allen Religionsgemeinschaften erlaubt sind. Außerdem macht die Richtlinie deutlich, dass diese Schilder „keine amtlichen Hinweiszeichen im Sinne der Straßenverkehrsordnung” sind. Ältere Schilder haben aber Bestandsschutz.

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