Neue Glocken der Jesus-Christus-Kirche mit Festgottesdienst eingeweiht

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Die Posaunenchöre des CVJM und der Freien Gemeinde spielten unter Leitung von Ben Köster.

Meinerzhagen - Wer war schon einmal bei einer Glockeneinweihung dabei? Vermutlich kaum einer der vielen Gottesdienstbesucher, die die Jesus-Christus-Kirche bis auf den letzten Platz füllten und wahrscheinlich auch nicht die drei Pfarrer, die den Gottesdienst leiteten.

Am Sonntag erklangen während des Festgottesdienstes zum ersten Mal die vier neuen Glocken, die nach mehr als zweijähriger Vorbereitungszeit im Gestühl des Kirchturms hängen und seit gestern die lange Zeit der Stille beenden. „Wenn die Glocken schweigen, fehlt etwas“, formulierte es Superintendent Klaus Majoress in seiner Predigt. Der Klang der Glocken strukturiere nicht nur den Alltag, sondern das ganze Leben der Menschen. Von der Taufe über Konfirmation und Hochzeit bis zum Begräbnis begleiten sie die Christen auf den wichtigsten Stationen ihres Lebens.

Die Predigt hielt Superintendent Klaus Majoress.

Vier statt bislang drei Glocken

Weil aber auch die Lebenszeit von Glocken begrenzt ist, schlug Pfarrerin Petra Handke im Sommer 2016 Alarm. Die MZ berichtete und so erfuhr auch Hannelore Luda davon. Sie entschied sich, die Finanzierung der Glocken zu übernehmen, beim Gottesdienst war sie natürlich ebenfalls anwesend. Friedrich-Wilhelm Schnöring berichtete über den langen Weg, den es bis zu den neuen Glocken gebraucht hatte.

Statt bislang drei hängen nun vier Glocken im Turmgestühl. Jede einzelne wurde im Rahmen des Gottesdienstes mit einigen kurzen Informationen vorgestellt. Die kleinste ist die Sakramentsglocke, mit exakt 638 Kilo auch nicht gerade ein Leichtgewicht, aber doch deutlich leichter und leiser als die Gebetsglocke, die Sonntagsglocke und die größte der vier, die 2400 Kilo schwere Marienglocke. In jede Glocke wurden Bibelverse und Noten zu Kirchenliedern eingraviert, die im Gottesdienst gesungen wurden, unterstützt von den Posaunenchören des CVJM und der Freien Gemeinde und dem evangelischen Kirchenchor.

Küster Arne Schumacher hatte eine tragende Rolle während des Gottesdienstes: Er steuerte das Geläut der neuen Glocken der Jesus-Christus-Kirche.

Dann kam der große Augenblick: Küster Arne Schumacher setzte das Geläut in Gang und Dieter Haßler öffnete die Kirchentür, damit die Glocke in der Kirche besser zu hören war. Vor allem bei der Sakramentsglocke war das nötig. Leise, wie von ferne ertönte das Geläut – in der Kirche war es dabei sehr still. Das Ritual wiederholte sich bei den anderen drei Glocken, bis zuletzt alle vier gemeinsam in der Meinerzhagener Innenstadt zu hören waren.

Das Segensgebet zur Einweihung der neuen Glocken sprach Pfarrer Klaus Kemper-Kohlhase: „Gott, du rufst Menschen zum Gottesdienst. Dieser Ruf hat einen wunderbaren Klang. Wir kommen als Suchende und gehen als Gesegnete, wir werden zu Zeugen und Zeuginnen deiner Liebe. Wir bitten dich, gib denen, die den Klang der Glocken hören, die Sehnsucht nach deinem Wort. Schenke allen, die sich rufen lassen, deinen Geist.“ Für die Gottesdienstbesucher war der bewegende Vormittag damit noch nicht beendet. In der Kirche stand schon alles bereit, um noch bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zu verweilen.

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