Die vier neuen Glocken wiegen 6900 Kilogramm

So wird er einmal aussehen, der komplett aus Holz gefertigte neue Glockenstuhl. In ihm werden vier Glocken Platz finden. Für eine komplette Ansicht der Grafik klicken Sie oben rechts. - Grafik: Ev. Kirchengemeinde Meinerzhagen

Meinerzhagen - Drei Glocken mit einem Gesamtgewicht von 3000 Kilogramm schlagen zurzeit in der Jesus-Christus-Kirche. Nach dem Austausch gegen ein neues Geläut wird bald eine vierte Glocke hinzukommen. Zusammen bringen die gewaltigen Klangkörper dann 6900 Kilogramm auf die Waage.

Und auch das Material der Glocken wird künftig ein ganz anderes sein: Statt aus Stahl besteht das neue Geläut aus Bronze. Wann der Austausch realisiert werden kann, steht allerdings noch nicht fest. Presbyteriums-Vorsitzender Friedrich Wilhelm Schnöring hat sich allerdings ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Die alten Glocken sollen möglichst noch in diesem Jahr zum letzten Mal erklingen.“ Das bedeutet allerdings nicht, dass zu Weihnachten schon die neuen Exemplare zu hören sein werden. Der Bau und die Installation des ebenfalls neuen Glockenstuhls müssen noch erledigt werden. Und bisher ist auch der Auftrag für den Glockenguss noch nicht vergeben. „Wir müssen – wenn diese eingegangen sind – erst einmal alle Angebote sichten. Dann tagt das Presbyterium und legt fest, wer den Auftrag bekommt. Dabei setzen wir allerdings auf einen deutschen Glockengießer“, erläutert Schnöring.

Die Finanzierung des Glocken-Projektes ist bekanntlich gesichert – dank einer Spende von Hannelore Luda. Die Frau des verstorbenen Meinerzhagener CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Manfred Luda hat der Evangelischen Kirchengemeinde angeboten, das neue Geläut komplett zu bezahlen (wir berichteten). Die neuen Glocken kosten nach vorsichtigen Schätzungen etwa 300 000 Euro. Und im Kirchturm soll einmal eine Gedenktafel an Dr. Manfred Luda erinnern.

Seitdem hat sich einiges getan: Die Pläne für den neuen und diesmal ganz aus Holz statt Stahl bestehenden Glockenstuhl sind fertig. Die Firma Schriek und Rohrberg aus Lippstadt hat ihn erstellt und an Friedrich Wilhelm Schnöring und das Presbyterium verschickt. Und das Presbyterium, der Glockensachverständige Claus Peter aus Hamm und die beiden heimischen Kirchenmusiker Ben Köster und Michael Otto waren kürzlich zu Gast in der Lüdenscheider Erlöserkirche. Friedrich Wilhelm Schnöring berichtet: „Dort hängen Glocken, die denen, die einmal in der Jesus-Christus-Kirche aufgehängt werden, ähnlich sind. Wir haben uns dort auf die Schlagtöne festgelegt. Das war eine wichtige Entscheidung, weil davon auch das Gewicht und die Größe der neuen Glocken abhängen.“

Wenn die Arbeiten beginnen, muss kein evangelischer Christ in Meinerzhagen übrigens Sorge haben, dass Gottesdienste in der Jesus-Christus-Kirche ausfallen. „Die Fortführung ist gewährleistet. Es wird lediglich der Turm eingerüstet, das Umfeld bleibt begehbar“, erläutert Schnöring. Er will auch organisieren, dass interessierte Bürger dabei sein können, wenn eine oder sogar alle neuen Glocken gegossen werden. Details dazu stehen allerdings noch nicht fest – zunächst müssen jetzt die Ausschreibung der Arbeiten und die Entscheidung des Presbyteriums abgewartet werden.

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