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Projekt mitten in der Stadt: Himmecke bald mit „Ackerdemie“ und „Gartenland“

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Von: Jürgen Beil

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Dieser Lageplan verdeutlicht, welche Planungen die Stadt realisieren möchte.
Dieser Lageplan verdeutlicht, welche Planungen die Stadt realisieren möchte. © Stadt Meinerzhagen

Unmittelbar im Herzen der Stadt Meinerzhagen soll eine neue Gartenlandschaft entstehen.

Meinerzhagen – Was sich im Ausschuss für Klima, Planung, Stadtentwicklung, Mobilität und Umwelt noch recht nüchtern unter dem Tagesordnungspunkt „Aufwertung des Grünzugs Himmecke“ fand, entpuppte sich als Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von knapp einer halben Million Euro.

Die Himmecke erstreckt sich von der Gericht- über die Haupt- bis zur Hochstraße. In diesem Bereich befinden sich Gärten, Bäume, Wege und Wiesen – und auch ein Bikepark ist dort angesiedelt. Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck stellte die Planungen im Ausschuss vor: „Die Himmecke ist ein schöner Grünzug mitten in der Stadt. Wir wollen ihn aufwerten und zu einem Begegnungsraum für Jung und Alt machen. Der Wildwuchs soll beseitigt werden. Dazu hat sich eine lokale Aktionsgruppe des Zusammenschlusses ,Oben an der Volme’ Gedanken gemacht“, erläuterte er.

Die Finanzierung soll so sichergestellt werden: 300 000 Euro könnten im Rahmen des Leader-Förderprogramms mit 65 Prozent vom Land bezuschusst werden. 145 000 Euro sind bereits in den städtischen Haushalt 2022 eingestellt. Unter dem Strich würde bei einem Gesamtvolumen von 445 000 Euro der Eigenanteil der Stadt also 250 000 Euro ausmachen. Und das ist geplant:

Raum für Begegnung

Es soll ein „Begegnungsraum zwischen den Generationen und Kulturen entstehen. Eine ökologische und gestalterische Aufwertung soll vorgenommen werden, in der auch die einstige historische Selbstversorgung der Stadtbewohner erlebbar gemacht wird. Ein Erholungs- und Naturerlebnisraum wird angestrebt.

Ein Platz mit Aussicht

Im Bereich des schon vorhandenen Spielplatzes – der dann verlegt würde – soll ein „Aufenthaltsbereich mit einer tollen Aussicht über das Stadtzentrum bis zur Johanneskirche“ angelegt werden, inklusive Bänken und Waldsofas.

Neue Bepflanzung

Geplant ist die Ergänzung der Vegetation zur Erhöhung der Artenvielfalt und Biodiversität sowie des Erlebniswertes der Grünflächen.

Interkultureller Garten

In einem Teilbereich unweit der Einmündung Hauptstraße/Gerichtstraße werden gärtnerisch genutzte Flächen zu einem „interkulturellen Garten“. Dazu soll ein Verein gegründet werden, der die Bewirtschaftung übernimmt. Dabei will die Stadt begleitend aktiv werden.

„Kinder-Garten“

Ein Teil des ehemaligen Pfarrgartens soll für den in unmittelbarer Nähe gelegenen Evangelischen Kindergarten in einen Nutzgarten umgewandelt werden. Durch eine geplante Kooperation mit der Kita ist beabsichtigt, „das Verantwortungsgefühl und Engagement der Kinder zu steigern, sowie das Interesse der Kinder an Naturzusammenhängen zu wecken. Im Rahmen einer „Ackerdemie“ könnten Kinder dann beispielsweise selbst Gemüse anbauen.

Aufwertung Bike-Park

Die vorhandene Startrampe mitsamt „Startturm“ ist baufällig. Sie soll erneuert werden. Zusätzlich soll die östlich gelegene Böschung des Bike-Parks mit „Sprengfelsen“ gesichert werden.

Die Zugänge

Zugänge zum Grünzug Himmecke gibt es an der Haupt- und Kirchstraße und über die „Gerichtsgasse“. Sie sollen aufgewertet werden. Das gilt besonders für den Eingang an der Hauptstraße. Der sei momentan kaum wahrnehmbar und erfolge über eine Treppe. Eine abgrenzende Hecke, Beleuchtung und ein Laubengang sind dort geplant. Steine mit dem Hinweis „Grünzug Himmecke“ könnten an den Zugängen „Gerichtsgasse“ und Kirchstraße platziert werden, alternativ Hinweistafeln.

Wegeverbindung

Eine schmale, unbefestigte Wegeverbindung verläuft östlich entlang des Bikeparks. Hier soll eine „Überspannung mit einem Weidenlaubengang“ erfolgen. Die Oberfläche des Pfades bleibt unbefestigt, bekommt aber eine „Hackschnitzelauflage“.

Der Ausschuss nahm die Planungen zur Kenntnis, Vorsitzender Rolf Puschkarsky begrüßte sie ausdrücklich: „Dieses Projekt dient zusätzlich auch noch der Sicherheit.“

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