Die entscheidende 50-Hertz-Brückenprüfung

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Vom provisorischen Bahnsteig aus betrachtet, bietet sich bei Dunkelheit ein eindrucksvolles Bild.

Meinerzhagen - Ob die Hürde genommen wurde, ist noch unklar. Doch Markus Schade vom städtischen Fachbereich „Technischer Service“ ist zuversichtlich. Am Montagabend fand die so genannte „Lichttechnische Messung" auf und an der neuen Fußgängerbrücke statt.

Die Brücke verbindet den Bereich Busbahnhof/Bahnhof und die Weststraße miteinander. Diese Abnahme durch bahneigene Prüfer ist vorgeschrieben um sicherzustellen, dass das Bauwerk bei Dunkelheit gefahrlos begangen werden kann. Und nicht nur die ausreichende Beleuchtung muss „amtlich“ bestätigt werden, auch die komplette elektrische Anlage wird genau untersucht. Dazu findet am Mittwoch und am Freitag die so genannte „50- Hertz-Prüfung“ statt. Dabei gilt das Augenmerk allen elektrischen Anlagen – vom Fahrscheinautomaten bis zur Fahrgastinformations-Tafel. „Und auch der Blitz- und Erdungsschutz wird von den Prüfern untersucht“, erläutert Schade.

Das Ergebnis, das bestätigen soll, dass genügend Licht auf der Verkehrsfläche ankommt – wie es im Behördendeutsch heißt – wird Ende dieser oder Anfang nächster Woche im Rathaus erwartet. Markus Schade ist allerdings zuversichtlich, dass die Vorgaben erfüllt werden: „Schließlich wurden ja schon im Vorfeld Lampen nach diesen Kriterien ausgesucht“, erläuterte er. Nicht in die Prüfung einbezogen sind übrigens die beiden Personenaufzüge vom ZOB beziehungsweise Bahnhof auf die Brücke. „Diese Anlagen werden gesondert abgenommen“, erläutert Schade.

1,1 Millionen Euro sind für die neue Brücke veranschlagt, ob diese Summe ausreichen wird, steht noch nicht fest. Bekanntlich wurde der Auftrage während der Bauphase einer Firma entzogen, mit der man bei der Stadt alles andere als zufrieden war. Ob sich die Rechnung am Ende dadurch erhöht, ist offen. Ebenfalls offen ist noch, ob eine mögliche Verteuerung durch Regressforderungen aufgefangen werden könnte.

So oder so: Am 12. August soll das Bauwerk seiner Bestimmung übergeben werden. Bis dahin gilt es noch einige kleinere Mängel zu beseitigen, beispielsweise am Korrosionsschutz. „Doch das alles sollte in dem zugegeben recht engen Zeitrahmen erledigt werden können“, ist Schade zuversichtlich.

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