Lang ersehnter Spatenstich für Projekt mit Signalwirkung

Großer Bahnhof im Schatten der Schanze: Vertreter von der Stadt, der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, dem beauftragten Architekturbüro und Garten- und Landschaftsbauer und Kinder der Einrichtung in Schürfelde waren beim ersten Spatenstich zum Kita-Neubau dabei. Natürlich durfte auch Investorin Katharina Böcher (vorne, 5. von links) nicht fehlen. -  Foto: F. Zacharias

Meinerzhagen - Ein wenig nervös war manch einer der Beteiligten in den vergangenen Wochen dann doch. Schließlich sollte die neue Awo-Kita an der Butmicke zum kommenden Kindergartenjahr an den Start gehen. Das Problem: Die einzige Bautätigkeit, die auf dem Gelände zwischen Schullandheim und Schützenkreisel in den vergangenen Wochen zu erahnen war, war die der Maulwürfe. Das soll sich nun aber ändern.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich starteten die verschiedenen Akteure des Projekts am Freitag die heiße Phase der Baumaßnahme. An der Spitze: Investorin Katharina Böcher, die sich auf spannende Monate freut, wenn die neue Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt Gestalt annimmt. Und sie äußerte sich optimistisch, dass das Gebäude auch pünktlich fertiggestellt sein wird. Mittlerweile, so wurde am Rande deutlich, peilt man allerdings nicht mehr den August, sondern den Oktober als Fertigstellungstermin an.

Wie berichtet, soll die Kita die Nachfolge des Heilpädagogischen Kindergartens Schürfelde antreten – als eine von zwei Einrichtungen, die die Awo dezentral errichten wollen. Als weiteren Standort hatte der Wohlfahrtsverband zuletzt die Lüdenscheider Bahnhofsallee genannt. Dieses Gebäude soll jedoch erst zum Kindergartenjahr 2018/19 bezugsfertig sein.

Anders die Einrichtung in Meinerzhagen. Sie hat auch für die stellvertretende Vorsitzende des Awo-Unterbezirks Hagen-Märkischer Kreis, Karin Löhr, Signalwirkung. „Ich freue mich, dass Meinerzhagen den Anfang macht. Wenn ich mir dann den Standort anschaue, wird das ein mehr als 150-prozentiger Ersatz für Schürfelde“, sagte Löhr im Rahmen des Spatenstichs. Zwar hofft Architekt Andreas Lalla nun auf optimales Wetter, um den Bau möglichst zügig vollenden zu können, doch im Zweifel müsse kein Kind auf einen Platz in der Tagesstätte verzichten, so Löhr. „Wir haben ja weiterhin die Einrichtung in Schürfelde“, betonte sie. Dort könnten die für die neue Kita angemeldeten Kinder weiterhin betreut werden.

Entstehen soll ein teils ein-, teils zweigeschossiges Gebäude, das auf 900 Quadratmetern unter anderem über Räume für drei Regelgruppen und zwei heilpädagogische Gruppen verfügt. Wie berichtet, sollen an der Butmicke insgesamt rund 70 Plätze geschaffen werden, von denen etwa 50 auf die Regel- und 20 auf die heilpädagogischen Gruppen entfallen.

Besonders attraktiv gestaltet werden soll aber nicht nur das Gebäude, sondern auch die 1000 bis 1200 Quadratmeter große Außenanlage, für das der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Böcher & Mummeshohl verantwortlich zeichnet. Dass sich in Sichtweite eine attraktive und beliebte Rodelpiste befindet, könnte bei künftigen Planungen ebenfalls noch eine Rolle spielen. „Wir wurden schon gefragt, ob wir dort nicht besondere Angebote zum Skifahren machen wollten“, berichtet Investorin Katharina Böcher.

So weit ist es freilich noch nicht. Zunächst hoffen nun alle Beteiligten auf die pünktliche Fertigstellung des Kita-Projekts, nachdem die Baugenehmigung nach MZ-Informationen länger als erhofft auf sich warten ließ. Nun ist aber auch Bürgermeister Jan Nesselrath guten Mutes und froh über den Startschuss. Er dankte der Investorin für ihr Engagement und betonte, dass Rat und Verwaltung geschlossen hinter dem Projekt stünden.

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