Tonnenschwere Kunst in Serpentinstein

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Eröffnung der Ausstellung Shona-Art im Sauerland: (von links) Pfarrer Martin Ahlhaus, Steinbildhauer Edious Nyagweta und Volker Bäumel vom Haus Nordhelle.

Valbert - Eine Ausstellung mit gewichtigen Exponaten wurde am Freitagabend im Evangelischen Tagungszentrum Haus Nordhelle eröffnet. Bis zum 17. September gibt es dort täglich bei freiem Eintritt 24 Arbeiten aus Serpentinstein des Bildhauers Edious Nyagweta zu sehen.

Der Künstler aus Simbabwe bietet in dieser Zeit bei Interesse auch Kurse zur Herstellung der sogenannten Shona-Skulpturen an. Die beeindruckende Steinbildhauerkunst aus dem südafrikanischen Land zählt zu den Höhepunkten der internationalen Kunstszene. 

Volker Bäumel vom Haus Nordhelle begrüßte bei der Eröffnung am Freitagabend die Gäste. „Es war einiges an Muskelkraft nötig, um diese einmalige Ausstellung aufzubauen“, gestand er. Deutlich mehr als drei Tonnen brachten die Skulpturen auf die Waage. Hinzu kamen die unbearbeiteten Blöcke aus Serpentinstein, die im Arbeitspavillon des Künstlers für das Kursprogramm bereitliegen. 

Martin Ahlhaus, Pfarrer im Regionaldienst des Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung, hat die Ausstellung organisiert. Er führte am Freitag in das Thema ein. Shona sei ursprünglich der Name einer südafrikanischen Volksgruppe, bezeichne aber heute vor allem die in den 1960er-Jahren entstandene zeitgenössische Bildhauerei aus den Serpentinsteinvorkommen Simbabwes. 

Neben Skulpturen und Figuren aus der alten Shonamythologie stellten die heutigen Kunstwerke oft elementare menschliche Gefühle und Werte wie Liebe, Geborgenheit, Gemeinschaft, Zufriedenheit und Harmonie sowie Szenen und Personen der biblischen Überlieferung in afrikanischer Interpretation dar, erläuterte Ahlhaus. 

Mit Blick auf die in Simbabwe herrschende Armut erinnerte er daran, dass die Christen in Deutschland in Solidarität zu den Partnerkirchen in Afrika stehen sollten. 

Der ausstellende Künstler Edious Nyagweta informierte dann noch kurz über seinen Werdegang. Er ist ein in Fachkreisen anerkannter Meister darin, Gefühle und Empfindungen in den Serpentinstein zu meißeln. Dieses Können will er in den nächsten Wochen an interessierte Kunstfreunde weitergeben. Handwerkliche Vorkenntnisse sind nicht notwendig. 

Auskunft und Anmeldung gibt´s unter Telefon (02358) 80090 oder per E-Mail an info@haus-nordhelle.de. J ks

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