Biggedamm wird saniert

Auch der Laie kann erkennen, dass an der Asphaltschicht etwas getan werden muss. - Fotos: Helmecke

Meinerzhagen - Offensichtliche Zeichen für die rund 7 Millionen Euro kostenden Sanierungsarbeiten am Hauptdamm der Biggetalsperre gibt es schon seit einiger Zeit. Zum einen weist der bereits jetzt schon um mehr als elf Meter abgesenkte Wasserstand – weitere 3,60 Meter sind noch nötig – auf die Maßnahme hin, zum anderen aber auch die aufgebauten Schilder für die geänderte Wegeführung während der Arbeiten.

Der eigentliche Start ist nun für den kommenden Montag vorgesehen. Dann rücken die Mitarbeiter der Schweizer Firma Walo Bertschinger mit ihren Baumaschinen an.

Im Rahmen eines Pressegesprächs informierten Betriebsleiter Ralf Stötzel und Bauleiter Stefan Klahn gestern über die technischen Details und die notwendigen Wegesperrungen an der Biggetalsperre. Dabei stellte Stefan Klahn zwar einige Übereinstimmungen bei den Asphaltierungsmaßnahmen zum „normalen Straßenbau“ heraus, zeigte aber auch die wesentlichen Unterschiede auf. Einer davon: Alle Baumaschinen hängen während ihrer Arbeit „auf der schiefen Ebene“ am Drahtseil. So gesichert durch schwere Winden auf der Dammkrone, wird zunächst der alte Asphaltbelag in einer Stärke von sieben Zentimetern abgefräst und dann durch einen neuen ersetzt. Im Anschluss daran wird zusätzlich noch eine Mastix-Schutzschicht aufgetragen.

Im Normalfall erneuert der Ruhrverband bereits nach rund 40 Jahren die Dichtungsschichten an seinen Talsperren. Die Biggetalsperre, auch wegen ihrer gegenüber den anderen Talsperren vergleichsweise modernen Bauweise, setze mit der bisher 50-jährigen Haltbarkeit nach Auffassung der Fachleute eine „Rekordmarke“.

Während der Bauarbeiten, welche im Herbst abgeschlossen sein sollen, ist der Hauptdamm für die Fußgänger und Radfahrer komplett gesperrt. Alternative Wegeführungen auf bereits bestehenden oder provisorisch angelegten Trassen sorgen dafür, dass die Einschränkungen für die Besucher der Bigge so gering wie möglich sein werden.

Darüber hinaus bieten zwei neu geschaffene Aussichtspunkte an den beiden Enden der Dammkrone eine gute Möglichkeit, den Baufortschritt zu beobachten. Entsprechende Infotafeln bieten zusätzlich interessante Fakten an. Der „Biggolino“ wird im Verlauf der Arbeiten zu den üblichen Zeiten, allerdings auf einer geänderten Streckenführung, über die Waldenburger Bucht fahren. Dort wurde ebenfalls eine „Ersatz-Anlegestelle“ für die Schifffahrt angelegt. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter http://www.ruhrverband.de

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