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Vor dem Uni-Start: Pendeln aus Meinerzhagen wird zum Problem

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Junge Frau vor einem Landschaftspanorama
Freut sich auf ihr Studium in Siegen: Die Meinerzhagenerin Nele Kellermeyer fiebert dem Semesterbeginn in der kommenden Woche entgegen. © Bloink

Die Schule ist vorbei, das Abitur ist in der Tasche und der Sommer hat sich längst verabschiedet. Und was bringt der Herbst? Der verändert nicht nur die Farben der Laubbäume, sondern bringt für viele einen neuen Lebensabschnitt mit sich. Auch für Nele Kellermeyer aus Meinerzhagen.

Meinerzhagen - Die 18-Jährige startet Mitte Oktober ihr Studium für Grundschullehramt an der Universität Siegen. Neben den Pflichtfächern Bildungswissenschaften sowie mathematische und sprachliche Grundbildung hat sie das Fach Evangelische Religion gewählt. „Ich habe immer schon viel mit Kindern zu tun gehabt“, sagt die junge Frau. „Ehrenamtlich habe ich im Regenbogenland in Valbert viel mitgeholfen und auch beim Kinderturnen habe ich mitgearbeitet.“

Da es aber viele Möglichkeiten gibt, in diesem Bereich zu arbeiten, war die Berufswahl nicht so einfach. „Es sollte etwas sein, das mir Spaß macht. Ich habe mir offengelassen, ob ich dafür studieren oder eine Ausbildung machen muss. Das war mir egal“, sagt Nele Kellermeyer.

Die Umstellung von der Schule auf die Universität bringt für die Studienanfängerin aber auch ein paar Herausforderungen mit sich. Ab jetzt ist sie für die Organisation selbst verantwortlich. „Das Bewerben und Einschreiben war überraschend einfach, aber was den Stundenplan angeht, wäre es mir wirklich lieber, wenn der vorgegeben wäre“, gibt die Meinerzhagenerin zu.

Durch das sehr umfangreiche Kursangebot sei es schwierig, einen guten Überblick zu bekommen. Für Erleichterung sorgt jedoch die Einführungswoche für Erstsemester, die in der ersten Oktoberwoche stattfinden wird. „Dann habe ich die Möglichkeit, in Präsenz Fragen zu stellen und mich mit den Leuten zu unterhalten. Den Stundenplan für die Veranstaltungen musste ich mir hierfür zum Glück nicht selber zusammenstellen“, lacht Kellermeyer.

Bevor es allerdings richtig losgeht, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Tablet und Schuldordner sind bereits ausgemistet und somit wurde Platz für Neues geschaffen.

Ein weiterer Punkt auf der Checkliste, der noch aussteht, ist die Besichtigung des Unigeländes. Doch hinter der Frage, wie man am schnellsten von Meinerzhagen nach Siegen kommt, verbirgt sich die nächste Schwierigkeit. „Es wäre so einfach, wenn von hier aus ein Zug nach Siegen fahren würde. Ich werde versuchen, mit einer Verbindung über Finnentrop zu fahren. Aber mit allen Umstiegen bin ich dann mehr als zwei Stunden unterwegs“, fügt die angehende Grundschullehrerin hinzu.

Doch vom Studentenleben erhofft sich die Meinerzhagenerin natürlich auch Positives: „Vor allem freue ich mich darauf, neue Leute kennenzulernen, die die gleichen Interessen haben. Außerdem habe ich dann wieder etwas, dem ich meine Zeit widmen kann. Klar, ich war arbeiten und auch im Urlaub, aber ansonsten hat man ja nach dem Abi nicht so viel zu tun.“

In die Vorfreude mischt sich bei der angehenden Studentin aber auch etwas Unsicherheit und Aufregung. „Ich bin auf jeden Fall nervös, aber ich glaube, das ist ganz normal und da bin ich nicht die Einzige“, sagt die zukünftige Studentin zuversichtlich. Zwar fehlen ihr noch die konkreten Vorstellungen davon, wie ihr Studium genau ablaufen wird – doch für ihren neuen Lebensabschnitt ist Nele Kellermeyer bestens gewappnet. - Laura Hahn

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