500 närrische Weiber feiern ausgelassen in der Ebbehalle

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Die Angehörigen des ehemaligen Hausfrauenballetts sind immer gut für ausgefallene Kostüme. Mal kommen die Frauen als Langusten, dieses Mal jedoch als Frösche.

Valbert - Mehr als 500 närrische Weiber aus Valbert, Herscheid, Attendorn, Kierspe und Meinerzhagen waren zu Weiberfastnacht in die Ebbehalle gekommen – und sie ließen sich leicht in Stimmung bringen. In den Tanzpausen wurde nicht nur die Tanzfläche vor der Bühne schnell belegt, auch die Bühne selbst wurde als Tanzfläche mit einbezogen.

Besucherinnen in schönen und ausgefallenen Kostümen bevölkerten die Tischreihen – und auch in diesem Jahr gaben sich karnevalsjecke Gruppen einheitliche Themen. Da waren Indianerinnen, Frösche in leuchtendem Grün aber auch eine Gruppe Cookies zusammen mit einem Krümelmonster erschienen. Dominik Busch und Dirk Pies bewiesen in dem bunten Treiben als eingespieltes Moderatorenduo Humor zwischen den einzelnen Darbietungen.

Die Valberter Frauen konnten es offensichtlich kaum erwarten, ihre Weiberfastnacht zu feiern. Schon gleich nach Öffnung der Hallentüren hatten alle ihren Platz gefunden, denn bis zum Programmbeginn war noch eine Weile hin. Dosen, gefüllt mit Verpflegung, wurden ausgepackt – es sollte schließlich eine lange Nacht werden.

Eine „Rakete“ jagte die andere. Die Besucherinnen hatten offensichtlich viel Spaß.

Weiberfastnacht 2018 in der Ebbehalle

„Das, was wir in diesem Jahr haben, hatten wir noch nie“, begann Dominik Busch bei seiner Begrüßung. „Die Prunksitzung, der Kinderkarneval und heute die Weiberfastnacht waren restlos ausverkauft“, freute er sich. Und schon ging es mit dem Programm los. Acht Tanzgruppen lösten sich auf der Bühne ab. Mitwirkende waren die Konfettis, die Funkenmariechen Valbert, die Valberter Husaren und Gäste aus dem Umland – wie die Funkengarde Rönkhausen. Und als Höhepunkt des Abends trat das Männerballett Ihnetal auf.

Dominik Busch und Dirk Pies führten unterhaltsam und mit Witz durch das Programm.

Doch es gab noch einen anderen Höhepunkt, zum Beispiel einen, der in der langen Geschichte von „Valbert lot gohn“ noch nie da gewesenen war: Einen Heiratsantrag auf offener Bühne. Mitten im Auftritt der Valberter Funkenmariechen, während einer kurzen Verschnaufpause, betrat Karim Moti mit langem Mantel und Kapuze die Bühne, ging auf das Funkenmariechen Celina Nickel zu, warf seinen Umhang ab, kniete sich nieder und bat seine Auserwählten, seine Frau zu werden.

Das gab es noch nie in Valbert: ein Heiratsantrag auf offener Bühne.

Rote Herzen wirbelten durch die Luft, als Celina Nickel „ja“ sagte – und viele Valberter hatten Tränen in den Augen. Wenn nicht in diesem Jahr, so doch 2019, komme in der Ebbehalle ein Klassiker zurück, das wurde bereits angekündigt: Bei „Schwanensee“ sollen wieder „sehenswerte Männerkörper“ über die Bühne schweben und die Fans zum Ausrasten bringen.

Mit einer imposanten Nummer des Männerballetts Ihnetal endete das offizielle Programm. Nun waren die Türen auch für die Männer geöffnet und es wurde gefeiert bis in den Morgen.

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