Adventsmarkt: Positives Fazit, ärgerliche Rutschpartie

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Des einen Freud’, des anderen Leid: Der Kunstschnee sorgte für Diskussionen.

Meinerzhagen - Auf den ersten Blick lief für die Organisatoren des Meinerzhagener Adventsmarktes alles nach Wunsch – aber auch, um im Bild zu bleiben, ein wenig zu glatt.

Denn: Der Platz rund um die Jesus-Christus-Kirche glich insbesondere am Sonntag stellenweise einer Rutschbahn. Sehr zum Ärger vieler Gäste – und auch von Stadtmarketing-Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas, der die Beschneiung am Montag auf Nachfrage der MZ erläuterte.

Bekanntlich hatte unsere Zeitung noch am Samstag angekündigt, dass die Rodelpartie auf dem Hang zur Volksbank aus Witterungsgründen ausfallen müsse. „Wir erhielten dann aber spontan das Angebot, die Beschneiung probehalber doch durchzuführen, und haben dann gesagt: Lasst uns das für nächstes Jahr schon mal testen“, erklärte Leonidas die Entscheidung für den Kunstschnee. 

Beschneiung aus „Glühwein-Laune“

Schon bei der ersten Inbetriebnahme der Schneekanone sei allerdings deutlich geworden, dass die weiße Pracht lediglich auf der dafür vorgesehenen Rasenfläche platziert werden darf – keinesfalls auf den Pflastersteinen, da der Schnee auf ihnen schnell zu einer gefährlich rutschigen Angelegenheit wird. Leonidas: „Nachdem wir als Veranstalter den Platz jedoch am Samstagabend verlassen hatten, haben leider einige Personen der Nachtwache aus einer Glühwein-Laune heraus gedacht, es wäre ein Spaß, auch den Platz zu beschneien.“

Adventsmarkt an der Jesus-Christus-Kirche

Spaß wurde zur Rutschpartie

Doch aus diesem Spaß entwickelte sich spätestens am Sonntagvormittag für die Besucher eine echte Rutschpartie. „Wir mussten streuen und etwa im Gemeindehaus Teppiche verlegen, weil die Besucher dort den Matsch hineingetragen haben“, berichtete Bernd-Martin Leonidas von den „Sofort-Maßnahmen“ des Stadtmarketingvereins. Der Ärger war dennoch groß. „Daher kann ich auch den am Montag in der MZ erschienen Leserbrief voll und ganz nachvollziehen. Da kann man nichts schönreden.“ Abgeschrieben ist eine Schneekanone für den Adventsmarkt 2017 deshalb aber nicht. „Zum Rodeln war das prima“, so Leonidas, „aber wir werden die Anlage dann personell anders bestücken müssen.“

Veranstalter vermisst Wertschätzung

Dabei blickte der Geschäftsführer auf eine generell gelungene Veranstaltung zurück, die zahlreiche Besucher – insbesondere am Sonntag – in die Innenstadt lockte. „Einiges war noch vor dem Ende des Adventsmarktes ausverkauft – das spricht für sich“, sagte Leonidas, der sich aber auch über manche Kritik ärgerte, die es trotz der vielen Besucher von Einzelnen Standbetreibern gegeben habe. „Ich bin dann persönlich schon enttäuscht, dass die Aktionen, die der Stadtmarketingverein auf die Beine stellt, nicht wertgeschätzt werden.“

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Adventsmarkt rund um die Jesus-Christus-Kirche

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