Die „Nacht der nassen Tische“

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Einige Feierfreudige fanden sich dennoch unter den schützenden Pavillons ein. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Aus der „Nacht der langen Tische“ wäre in diesem Jahr die „Nacht der nassen Tische“ geworden, hätten die Feierfreudigen, die sich trotz Nieselregen und ungemütlicher Temperaturen am Freitagabend in der Fußgängerzone eingefunden hatten, nicht vorgesorgt und Zelte und Pavillons mitgebracht, unter denen sich einige muntere Runden zusammenfanden.

Gegen 19 Uhr hatten sich auch die letzten Hartgesottenen rund um Pollmanns Eck platziert, die mitgebrachten Speisen aufgetischt und die Getränke ausgepackt. Auch aus Drolshagen war ein ganzer Kegelklub gekommen. Eine Gruppe, die zunächst vor einem überdachten Schaufenster und unter Regenschirmen Schutz vor der Nässe gesucht hatte, entschloss sich spontan zum Kauf eines Pavillons und schickte kurzerhand eine Delegation zum Baumarkt. Andere wiederum hatten vorsorglich Glühwein mitgebracht, um sich von innen aufzuwärmen. Einen wettergeprüften Meinerzhagener kann eben einfach nichts vom Feiern abhalten.

Für musikalische Unterhaltung sorgten zunächst Valerie Lill und ihr Sohn Janik mit den Liedern der Meinerzhagenerin, dann die Formation „Cedka“ mit Eigenkompositionen und Coversongs sowie Michael Adolph mit seiner Gitarre. Dazu jonglierte der Gaukler Kasper gekonnt mit Fackeln, spuckte Feuer und amüsierte das Publikum mit seinen Gags. Auf das übrige Rahmenprogramm mussten die Feiernden aufgrund der Wetterlage aber verzichten.

Viele, die sich im Vorfeld der Veranstaltung bereits einen Tisch hatten reservieren lassen, sagten ihre Teilnahme kurzfristig wieder ab. Aber dennoch kamen zahlreiche Besucher auf eine Stippvisite in die Stadt, begrüßten Bekannte an den Tischen, wo sie zu einem Plausch, einem Imbiss oder einem Umtrunk eingeladen wurden. Aber die meisten blieben nicht lange; nachdem sie die Atmosphäre geschnuppert hatten, trieb sie das ungemütliche Wetter wieder in die eigenen vier Wände. ▪ luka

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