Waldbrand in Gummersbach

Lösch-Helikopter tanken in Meinerzhagen Kerosin 

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Polizeihubschrauber wurden für den Einsatz in Gummersbach-Strombach auf dem Flugplatz in Meinerzhagen betankt.

Der Waldbrand in Gummersbach hat am Montag einen Feuerwehr-Großeinsatz ausgelöst. Der Brand hatte Auswirkungen auf Meinerzhagen.

Meinerzhagen - Auswirkungen hatte der Waldbrand bei Gummersbach bis nach Meinerzhagen. Denn: Die Feuerwehr aus der Volmestadt leistete Nachbarschafthilfe und der Flugplatz in der Steinsmark wurde von „Lösch-Hubschraubern“ zum Nachtanken genutzt. 

Bei Flugplatz-Betreiber Friedrich Müllensieper ging bereits am frühen Montagnachmittag eine Anfrage ein: „Der Flugdienst der Polizei hat sich bei mir gemeldet. Es wurde nachgefragt, ob Hubschrauber hier landen und Kerosin nachtanken könnten. Ich habe das bejaht“, erinnert sich Müllensieper. Und so kam es dann. „Ein Super Puma und ein EC 145/Eurocopter der Landespolizei haben den Flugplatz angesteuert und getankt.“ Zwischen etwa 18 und 21 Uhr sei das mehrmals geschehen, berichtet Müllensieper. Der Flugplatz-Chef schilderte, dass beide Hubschrauber Kerosin tanken müssen, weil sie turbinenbetrieben seien: „Und dieser Treibstoff ist bei uns verfügbar. Das wusste die Polizei schon vorher – und deshalb kamen die Anfragen.“

Waldbrand in Gummersbach: Helikopter tanken in Meinerzhagen

"Die Helikopter waren in Gummersbach am Löscheinsatz beteiligt. Sie waren mit Wassersäcken ausgerüstet und zum Nachtanken des Löschwassers flogen sie die Agger und die Brucher an“, schildert Müllensieper das Prozedere am Montag. Von Vorteil für die Polizei war auch die Tatsache, dass der Flugplatz Meinerzhagen auch in Zeiten der Corona-Krise nicht geschlossen ist. Müllensieper: „Bei uns ging und geht der Betrieb weiter. Anders als auf anderen Flugplätzen ist es hier so, dass kein Verein als Träger des Platzes auftritt. Weil Vereinsarbeit zurzeit ruht, legt das viele andere Anlagen still“, erläutert Müllensieper. 

Weil das Feuer in Gummersbach-Strombach den Einsatzkräften aus der benachbarten Kreisstadt aufgrund seiner Ausdehnung erhebliche Probleme bereitete, wurde auch die Meinerzhagener Feuerwehr um Hilfe gebeten. Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus berichtete, dass am Montag bereits gegen 14 Uhr ein Tanklöschfahrzeug des Löschzuges Meinerzhagen nach Strombach beordert wurde. Um 18.51 Uhr setzte sich dann ein Schlauchwagen des Löschzuges Valbert Richtung Oberberg in Bewegung. An Bord: 2,5 Kilometer Schlauchleitung. Die wurde benötigt, um die Wasserversorgung in dem brennenden Waldstück sicherzustellen. 

Um 20 Uhr bat die Gummersbacher Wehr dann erneut in Meinerzhagen um Hilfe. Weil zusätzlich zum Brand in Strombach ein Feuer in einem Waldstück bei Piene/Oberrengse aufgeflammt war, musste auch dort gelöscht werden. Ein problematischer Einsatz, da der Feuerwehr in Oberberg nur noch wenige freie Kapazitäten zur Verfügung standen. In Meinerzhagen wurde kurzerhand ein Löschzug aufgestellt, der nach Piene fuhr. Daran beteiligt waren der Löschzug Haustadt mit einem Löschfahrzeug und die Löschgruppe Willertshagen mit einem Mannschaftstransporter und einem weiteren Löschfahrzeug. Dieses Feuer war schnell gelöscht. „Es hatte glücklicherweise nicht annähernd die Dimension des Brandes in Strombach“, erläuterte Christian Bösinghaus. 

Am Dienstagnachmittag vermeldete die Polizei in Gummersbach, dass die Ursache des Brandes in Strombach vermutlich „leichtfertiger Umgang mit Feuer“ ist. In einer Pressemitteilung heißt es: „Ein 24-Jähriger aus Gummersbach hat am Dienstagmorgen freiwillig die Polizeiwache in Gummersbach aufgesucht und eingeräumt, dass er an der inzwischen ermittelten Stelle des Brandausbruchs durch leichtfertigen Umgang mit Feuer den ausgetrockneten Bodenbewuchs in Brand gesetzt hat. Mit einem Zeugen, der ebenfalls von der Polizei vernommen wurde, hat er nach bisherigem Ermittlungsstand das Feuer ausgetreten und die Stelle im Glauben, dass das Feuer gänzlich gelöscht sei, verlassen.“ 

Der Brand zeigt nach Mitteilung der Polizei deutlich, wie gefährlich unachtsames Verhalten in der derzeitigen Trockenperiode ist. „Bereits eine weggeworfene Zigarettenkippe kann bei ungünstigen Bedingungen ein Feuer entfachen“, warnen die Beamten aus dem Nachbarkreis.

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