Meinerzhagen will Fair-Trade-Stadt werden

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Unterzeichneten die Bewerbungsunterlagen: Bürgermeister Jan Nesselrath (links) und Ingolf Becker von der Steuerungsgruppe, die sich um teilnehmende Geschäfte und Institutionen gekümmert hat.

Meinerzhagen – „Was lange währt, wird endlich gut!“ Mit diesen Worten unterzeichnete Bürgermeister Jan Nesselrath am Donnerstag den Antrag der Stadt Meinerzhagen, künftig offiziell „Fair-Trade-Stadt“ zu sein.

Damit endete ein Prozess, der bereits im April 2015 mit dem entsprechenden Ratsbeschluss begann. Nachdem das Projekt infolge von Streitigkeiten zwischen Steuerungsgruppe und Verwaltung 2017 zunächst gescheitert war, gelang nun der zweite Anlauf unter Leitung von Anke Posselt und Ingolf Becker. 

Sieben Gaststätten, drei Restaurants und Cafés, zwei Vereine, die Evangelische Kirchengemeinde sowie die Sekundarschule bilden mit dem Angebot mindestens eines fair gehandelten Produkts das notwendige Gerüst, um die Unterlagen nun beim Verein Trans-Fair einreichen zu können. Wichtig zudem: die Unterschrift des Bürgermeisters, der die Dokumente nun gemeinsam mit Ingolf Becker als Vertreter der Steuerungsgruppe unterzeichnete. 

Jan Nesselrath freute sich, dass die Meinerzhagener nun auf lokaler Ebene ihren Beitrag zu einem nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln leisten könnten. „Der Trend ist schließlich nicht zuletzt angesichts der aktuellen Klimadebatte ungebrochen.“ Wer auf Fair-Trade-Produkte setze, erhalte nicht nur Qualität, sondern helfe auch den Produzenten, unter fairen Bedingungen arbeiten zu können. Großen Dank zollte der Bürgermeister dabei Ingolf Becker, der diesen Dank umgehend an Anke Posselt weiterleitete. Beide „putzten Klinken“, um möglichst viele Händler und Gastronomen vom Konzept zu überzeugen. 

„Global denken, lokal handeln. Dieser Grundsatz steht über dem Projekt“, sagte Becker, der nun natürlich auf die Verleihung des Siegels hofft, das an möglichst vielen Stadtzufahrten sichtbar sein, aber auch in den beteiligten Geschäften und Institutionen dargestellt werden soll. Wie lange die Prüfung der Bewerbungsunterlagen dauert, ist offen. Alle Beteiligte hoffe jedoch, dass die offizielle Zertifizierung im kommenden Jahr gefeiert werden kann.

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