Feuerwehr übt die Rettung von Menschen

Auf dem Gelände des Bauhofes wurde die Rettung von Personen aus Unfallfahrzeugen geübt.

MEINERZHAGEN ▪ Die Personenrettung aus einem Auto in Dach- und Seitenlage sowie aus einem LKW und die patientengerechte Rettung eines im Beinbereich schwerst eingeklemmten Fahrers aus einem PKW standen am Samstag im Mittelpunkt einer Feuerwehrübung auf dem städtischen Baubetriebshof.

30 Feuerwehrmänner aus allen vier Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Meinerzhagen, die in den letzten Monaten die Truppmannlehrgänge 1 und 2 absolviert hatten, nahmen daran teil. Mit der „grauen Theorie“ hatten sich die Teilnehmer bereits am Freitag beschäftigt.

Am Samstag stand die Praxis im Mittelpunkt. Dazu standen den Übenden sieben Personenwagen und ein LKW zur Verfügung, den die Firma Wunderer bereitgestellt hatte.

Da dieser dem Eigentümer selbstverständlich unbeschadet zurückgeben werden sollte, wurde er nur für Erklärungen wie etwa zur Luftfederung und -steuerung herangezogen. Das Festspannen des Führerhauses, den Einsatz des CO2-Löschers und der Aufbau eines Schnelleinsatzgerüstes wurde vorsorglich an einem Feuerwehrfahrzeug geübt.

Weitere Informationen für solche Unfallsituationen lieferte eine Power Point-Präsentation.

„Mit diesen Übungen wollen wir die Grundausbildung im Bereich technische Hilfe vertiefen“, erläuterte Rüdiger Sinderhauf, der die Gesamtleitung hatte. An den drei Stationen, die von allen Teilnehmern absolviert wurden, wurde er von Reiner Schmidt, Jörg Pieper, Steffen Alschner, Jan Sinderhauf und Lothar Hacker unterstützt, die den jungen Kameraden zu den Einsatzgrundregeln bei Verkehrsunfällen auch noch viele nützliche Erklärungen und Erfahrungen vermitteln konnten, die sie sich bei zahlreichen Einsätzen erworben hatten.

Der richtige Umgang mit verunglückten und eingeklemmten Personen, auf die meistens beruhigend und unterstützend eingewirkt werden muss, sowie mit Zuschauern oder Angehörigen, die die Rettungarbeiten häufig stören und verzögern, wurde geübt und erläutert. Denn vor allem auf Schnelligkeit komme es bei der Rettung von Personen an, betonten die routinierten Wehrmänner immer wieder.

Die Übungsteilnehmer konnten sich mit der umfangreichen Ausrüstung, die ihnen bei einem Einsatz zur Verfügung steht, und ihrem Gebrauch vertraut machen. Der sachgerechten Umgang mit Spreizer, Schere und Säbelsäge gehörte dazu.

Von ihren erfahrenen Kameraden wurden sie auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die sich nicht zuletzt auch durch die Sicherheitsbestrebungen der Autoindustrie ergeben können. Denn eine stabilere Bauweise und die hochtechnisierte Ausstattung bringen für die Wehrmänner bei ihren Rettungsbemühungen, bei denen sie ständig gegen die Zeit arbeiten, weitere Herausforderungen mit sich, die häufig auch ihre Geräte auf eine harte Probe stellen.

Der Einsatz des Stabfastsystems, mit dem Unfallwagen in komplizierten Lagen schnell abgestützt werden können, wurde ebenso trainiert wie die Gebrauch des Rettungsteleskopzylinders, der in der ersten Stufe 27 Tonnen, in der zweiten 13 Tonnen bewegen kann.

Von 8 bis 17 Uhr, unterbrochen nur von einer wohlverdienten Mittagspause, übten die Wehrmänner bei regnerischem Wetter auf dem Baubetriebshof.

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