Lange Wartezeiten auf den Bus für Hardenberger Schüler

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Von der Schule aus nach Hardenberg zu kommen, ist mit dem Linienbus zeitweise schwierig.

Meinerzhagen - Nach der Schule in den Bus steigen und nach Hause fahren – so einfach ist das für einige Schüler nicht mehr. Zumindest dann nicht, wenn sie in Hardenberg wohnen.

Mit Beginn des neuen Schuljahres stellten die Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS) zwei Buslinien ein, die bislang über die Ortschaft Hardenberg fuhren. Mit der Linie R61 MK konnten bisher Schüler der Grundschule Am Kohlberg nach Hause fahren, wenn sie nach der vierten Unterrichtsstunde um 11.10 Uhr Schulschluss hatten. Diese Fahrt strichen die VWS ebenso wie eine weitere am frühen Nachmittag.

Betroffen hiervon sind beispielsweise Schüler des Bereichs Hardenberg, die das Evangelische Gymnasium besuchen. Wenn für sie nach der fünften Stunde der Schultag um 13.55 Uhr beendet ist, kommen sie noch mit dem Bus bis zum Schulzentrum Rothenstein. Von dort geht es, zumindest per Bus, nicht weiter. 

Genau diese Situationen erlebten Schüler zu Beginn des Schuljahres, denn eine Information habe es nicht gegeben, berichteten Eltern betroffener Kinder ebenso wie Schulen und Verwaltung. Besonders hart trifft die Fahrplanänderung die betroffenen Grundschüler: Der nächste Bus fährt für sie erst nach der sechsten Stunde um 13 Uhr. „Solange können sie natürlich in der Schule bleiben und werden hier betreut“, sagt Kohlberg-Schulleiterin Sibylle Eich. Gerade für Erstklässler sei der Schultag dadurch jedoch gleich sehr lang. Auch betroffene Schüler des Gymnasiums müssen eine Stunde warten, ehe sie mit dem nächsten Bus fahren können.

Um eine Not-Lösung bemühte sich jetzt die Schulverwaltung. „Für Grundschüler besteht die Möglichkeit, dass sie nach der vierten Stunde um 11.38 Uhr mit dem Bus nach Valbert fahren. Am Breien müssten sie dann um 11.56 Uhr in einen ALF-Bus umsteigen und wären um 12.10 Uhr in Hardenberg“, erläuterte Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz die mögliche Route. Auch für Schüler des Gymnasiums werde nach einer Lösung des Bus-Problems gesucht. 

Ob und wann es auch für die älteren Schüler eine Alternativmöglichkeit geben wird, dazu konnte Maikranz am Freitag noch keine Aussage treffen. Aufgabenträger ist der Märkische Kreis. Bekannt ist der Busausfall auch bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft. „Viele Eltern haben angerufen und sich beschwert, weil sie dachten, unsere Busse würden auf dieser Strecke verkehren. Dem ist aber nicht so“, sagte ein Sprecher. Die Kritik der Betroffenen und den Handlungsbedarf habe man aber erkannt.

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