CDU: „Gut aufgestellt, intakte Strukturen“

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In dem Info-Gespräch mit CDU-Rats- und Vorstandsmitgliedern ging es um die Zukunft „nach Oehm“. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Die CDU hat auch nach Konrad Adenauer weitergelebt, die SPD nach Willy Brandt.“ Matthias Scholand, CDU-Ratsmitglied und dritter stellvertretender Vorsitzender der Meinerzhagener CDU, sieht seine Partei nach dem überraschenden Rücktritt des Fraktions- und Parteivorsitzenden Axel Oehm nun keineswegs in die Defensive gedrängt.

Heute hatten der neue Fraktionsvorsitzende Jan Nesselrath, Matthias Scholand, Ratsmitglied Thorsten Stracke und die zweite stellvertretende CDU-Vorsitzende Ursula Müller zu einem Informationsgespräch eingeladen, in dessen Mittelpunkt die Zukunft der Ortspartei stand. Tenor: „Wir sind mit unserem kommissarischen Vorstand gut aufgestellt, verfügen über absolut intakte Strukturen, es gibt in der Ortsunion keine Aufspaltung in verschiedene Lager und Sorgfalt geht vor Schnelligkeit.“ An Sachthemen orientierte Politik, das ist es, was Nesselrath und seine Fraktion betreiben wollen. „Eine grundsätzlich andere Ausrichtung wird es nach dem Abschied von Axel Oehm nicht geben“, stellte der Fraktionschef klar und fügte hinzu: „Es geht um Meinerzhagen und seine Bürger.“ Matthias Scholand wurde konkreter: „Die Regionale mit den Projekten ,Oben an der Volme' und ,Bigge-Listersee', die finanzpolitischen Herausforderungen der Stadt und die Kontinuität in der Verwaltung nannte er als Beispiele für Themen, denen sich die CDU vor Ort widmen will. „Es geht um die besten Ideen, nicht um eine politische Linie“, stellte Nesselrath klar.

Als stärkste politische Kraft in Meinerzhagen setzt Scholand künftig auf stabile Mehrheiten, die es für seine Fraktion zu finden gelte. „In unserem Vorstand jedenfalls ziehen alle an einem Strang“, berichtete er.

Dem ausgeschiedenen Axel Oehm, der als Grund einige „Abstimmungsniederlagen“ anführte, wurde gestern jedenfalls Respekt gezollt. Und das sowohl für seine geleistete Arbeit als auch für den Zeitpunkt seines Rücktritts: „Der war durchaus gut gewählt. Jetzt haben wir noch eineinhalb Jahre Zeit bis zur nächsten Kommunalwahl“, befand Scholand.

Der Übertritt von Fred Oehm von der CDU zur FDP und die möglichen Folgen waren laut Scholand hingegen noch kein großes Thema in der Partei. Auch ob Fred Oehm als neues FDP-Ratsmitglied nun Ortsvorsteher in Valbert bleiben kann, sei noch nicht diskutiert. „Wir bräuchten dafür eine Zweidrittel-Mehrheit im Rat. Dieses Thema ist aber nicht der erste Tagesordnungspunkt auf unserer To-Do-Liste.“ Möglich sei auch, dass Fred Oehm bis zur nächsten Wahl Ortsvorsteher bleibe, hieß es.

In Valbert, wo Axel und Fred Oehm wohnen, sieht man sich jedenfalls nach wie vor gut aufgestellt: „Mit Hans-Gerd Turck, Wilfried Turk und Torben Gelhausen haben wir dort gute Leute“, ist sich der CDU-Vorstand sicher. ▪ beil

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