Ära Horst vom Hofe endet mit Dank und Anerkennung

Zwei Männer, denen die MZ eine Herzensangelegenheit ist: Der in den Ruhestand gewechselte ehemalige Redaktionsleiter Horst vom Hofe (links) und Verleger Dr. Dirk Ippen. - Foto: Schüller

MEINERZHAGEN - „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ Diese „Empfehlung“ des chinesischen Philosophen Konfuzius zu befolgen, dürfte Horst vom Hofe künftig eher schwer fallen.

Von Jürgen Beil

38 Jahre lang war Horst vom Hofe Redaktionsleiter der Meinerzhagener Zeitung, für die der heute 63-Jährige bereits im Alter von 16 Jahren als freier Mitarbeiter schrieb. Am Freitag sagte er im festlichen Rahmen endgültig „auf Wiedersehen“. Dass ein Teil seines Herzens aber trotz des Ruhestandes weiterhin für „seine“ MZ schlagen wird, ist sicher.

Der Ratssaal bot den festlichen Rahmen für die eher kleine Abschiedsfeier, zu der Horst vom Hofe eingeladen hatte. „Dass wir uns hier treffen dürfen, dafür danke ich Bürgermeister Pierlings sehr. Es gibt schließlich keinen anderen Ort – außer der MZ-Redaktion – wo ich so viel Zeit verbracht habe“, wies der Ruheständler in seiner Ansprache darauf hin, dass sich gestern auch bei der Wahl der „Lokalität“ quasi ein Lebenskreis geschlossen hat.

In erster Linie alte Weggefährten in seiner mehr als 45-jährigen journalistischen Arbeit waren es, die Horst vom Hofe gestern Vormittag offiziell in den Ruhestand verabschiedeten. Altbürgermeister Jürgen Pietsch, der ehemalige Baudezernent Gerd Schriever, natürlich Bürgermeister Erhard Pierlings aber auch Bürgermeister-Stellvertreterin Marie-Luise Linde aus Kierspe waren der Einladung gefolgt. Ebenso mit dabei: Landrat Thomas Gemke, Bundestagsabgeordnete Petra Crone, Vertreter von Polizei, Feuerwehr, evangelischer Kirche sowie Rolf Puschkarsky für die Awo, das soziale Bürgerzentrum „Mittendrin“ und stellvertretend für alle Vereine und Verbände. Verlagsleiter Hans Sahl, sein Vorgänger Burckhardt Schmidt und Chefredakteur Martin Krigar repräsentierten den Zeitungsverlag.

Allein die Gästeliste bildete ab, worauf es Horst vom Hofe in seiner täglichen Arbeit ankam: Er war in der Stadt vernetzt, versäumte es aber auch nie, den nötigen Abstand zu wahren – unabdingbar für genügend „Ellenbogenfreiheit“ bei der täglichen Arbeit. Dass auch ein ganz besonderer Gast gestern den weiten Weg von München ins westfälische Meinerzhagen gefunden hatte, freute Horst vom Hofe besonders: Dr. Dirk Ippen ist ebenfalls in die Kategorie „Weggefährten“ einzuordnen. Den Verleger und das Meinerzhagener „Urgestein“ verbindet eine ganz besondere Beziehung: Dr. Ippen übernahm die MZ vor 25 Jahren in mehr als schwierigen Zeiten – Horst vom Hofe spielte dabei eine entscheidende Rolle. Zusammen mit dem damals jungen Lokalchef und dem Redaktionsteam schaffte es der Unternehmer in den folgenden Jahren, die Zeitung nicht nur in ruhiges „Fahrwasser“ zu manövrieren. Er machte aus dem Blatt mit mehr als 100-jähriger Tradition auch eine feste Institution in Meinerzhagen und Kierspe. „Sie haben den Titel ,Mister Meinerzhagener Zeitung’ verdient“, äußerte Dr. Ippen gestern in seinem Grußwort. Und er bescheinigte Horst vom Hofe große journalistische Qualitäten: „Die Zeitung ist heute Teil des sozialen Netzwerkes, quasi das gedruckte Facebook. Den Mittelweg zwischen Nähe und Abstand zu finden, ist eine große Kunst. Sie haben das hervorragend gemacht“, lobte er.

Nachfolger von Horst vom Hofe ist seit Anfang des Jahres Frank Zacharias. Ihm wünschte der Ruheständler alles Gute: „Ich bin sicher, dass wir gut aufgestellt sind und das auch bleiben.“

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