Stadthalle fast ausverkauft

Max Mutzke begeistert sein Publikum in Meinerzhagen

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Nach dem Auftritt konnten die Gäste „ihren“ Star hautnah erleben.

Meinerzhagen - Es begann leicht verhalten, steigerte sich vom leichten Fußwippen kontinuierlich zum Tanzen und endete mit frenetischem Applaus, der Max Mutzke immer wieder kopfschüttelnd aufs Publikum schauen ließ.

„Ihr seid echt unfassbar“, machte der sympathische Künstler den Besuchern in der fast ausverkauften Stadthalle ein dickes Kompliment.

Damit bestätigten sich Matthias Bongards einleitende Worte zum KuK-Jubiläumskonzert: „Hamburg, München, Berlin, Meinerzhagen – im Vergleich zur Einwohnerzahl ist Meinerzhagen dank KuK seit zwei Jahrzehnten eine künstlerische Weltstadt,“ so der Moderator, der immer wieder gerne in seine Heimat zurückkommt und damit ebenso heimatverbunden ist wie der Schwarzwälder Max Mutzke. „Ich komme aus einer ähnlichen Gegend, genau so abgeschieden“, meinte dieser später am Abend schmunzelnd und grinste: „Hoffentlich haben eure Radios hier in den Bergen meine Lieder überhaupt empfangen.“

Max Mutzke betritt die Bühne als letzter, lässt seinen Gitarristen Justin Balk und seine niederländische Begleitband „monoPunk“ (Maik Schott/Keyboard, Danny Samar/Bass, Tobias Held/Schlagzeug) den Nebel auf der Bühne mit Musik umhüllen. 

Der Mann mit der Kappe, der mal salopp die Hände in den Taschen vergräbt, seine Hosenträger schnappen lässt oder selbst für percussionistische Untermalung sorgt, fasziniert – und das Publikum braucht zwei, drei Lieder, bis es sich annähern. Die obligatorische Frage „Geht’s euch gut?“ und die Animation zum Mitgrooven und Klatschen muss Mutzke dann allerdings nur einmal bringen – spätestens bei seinem Hit „Welt hinter Glas“ wippen und singen die Zuschauer mit und sorgen für ein zufriedenes Lächeln bei dem 35-Jährigen. „Wir haben so eine Stimmung am Schluss erwartet – was soll denn jetzt noch kommen? Wir haben alle Hits verballert“, grinst er.

Max Mutzke begeistert in der Stadthalle

Dass dem nicht so ist, zeigt sich in den weiteren knapp zwei Stunden des Konzerts. Max Mutzke spannt einen musikalischen Bogen von gefühlvollen, leisen Soulstücken zu kraftvollem, stimmgewaltigem Pop, wechselt zwischen seinen deutsch- und englischsprachigen Songs, hat „Marie“ und „Charlotte“ dabei, liefert sich ein Duell Stimme gegen Tasten mit Maik Schott an den Keyboards – je ekstatischer und verausgabender er sich auf der Bühne zeigt, desto begeisterter das Publikum, vom Teenie bis zum Senior.

Doch auch die leisen Töne, zum Teil aus privaten, traurigen Anlässen entstandene Lieder, kommen an. Denn man merkt, dass der Künstler liebt, was er tut, dass er die Musik lebt. Dazu ein neuer Song, „So viel mehr“ (Filmmusik zum Kinofilm von Carolin Kebekus), und – natürlich – als Zugabe der Hit, der ihn 2004 bekannt machte. „Was bin ich froh, dass ich damals nicht mit so einem beknackten Teeniesong rausgekommen bin, sondern mit einem Song, den man auch heute noch singen kann“, kündigte er den Titel „Can’t wait until tonight“ an, den es am Freitag in einer neuen Aufmachung gab, den aber dennoch alle kräftig mitsangen.

„Das war genial, wir müssen wiederkommen“, sagte ein begeisterter Max Mutzke, der allen Verantwortlichen seinen Dank aussprach, bevor er im Foyer Autogramm- und Fotowünsche seiner Fans erfüllte – die dank KuK wohl mehr geworden sind.

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