Ein Musikerlebnis mit „Cinematic Experience“

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„Cinematic Experience“ beim Gastspiel in der Aula des Evangelischen Gymnasiums. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Ein spektakuläres Musikerlebnis hatte Sven Dombrowski, der Leiter des evangelischen Gymnasiums, den Zuhörern am Sonntag in der Aula der Schule versprochen.

Er hatte nicht übertrieben. Schon mit den ersten Tönen zogen die fünf jungen Musiker von „Cinematic Experience“ die Zuschauer in ihren Bann, nahmen sie mit auf eine cineastische Reise mit atemberaubenden Spannungsbögen durch ihr Jazzuniversum und ließen nach dem Konzert sicherlicher viele neue Fans in der Volmestadt zurück.

2008 gründete sich die Band aus Mitgliedern des JugendJazzOrchester NRW. Dazu gehört auch der Meinerzhagener Posaunist Tobias Link, der in diesem Jahr sein Abitur macht und nebenbei Musik in Köln studiert. Ferner Constantyn Space (Schlagzeug) aus Amsterdam, Konstantin Döben (Trompete) aus Mönchengladbach, sowie die Kölner Nikolas Schriefer (Klavier) und Lorenz Rosenthal (Bass).

Die fünf Musiker überzeugen mit einem ganz eigenen Stil voller Energie und Emotion. Sie waren vor zwei Jahren bereits Preisträger der Bundesbegegnung Jugend jazzt und Gewinner des Convento-Jazzpreises in Düsseldorf. Einen Tag vor dem Konzert in Meinerzhagen hatten sie einen internationalen Jazzwettbewerb des Bayerischen Rundfunks in Straubing gewonnen. Eine Sendung dazu wird voraussichtlich am 6. Juli auf Bayern 2 zu hören sein. Als Preis wird der Sender für die Band eine Tournee mit sechs Gigs in Süddeutschland organisierten.

Im vergangenen Jahr nahm die Band bei Roman Wasserfuhr in Hückeswagen ihre erste CD auf: Suite Distant. Sie fand in der Pause reißenden Absatz. Denn wie sagte Leonard Bernstein so treffend: „Musik ist der direkte Weg zur Seele“ – und damit in diesem Falle auch zum Geldbeutel. Die Kompositionen stammen von Constantyn Space und Nikolas Schriefer. Klassisch-impressionistische, avantgardistische und elektronische Einflüsse sind deutlich spürbar. Die Umsetzung ist technisch brillant. Das Zusammenspiel, das jedem Musiker Raum lässt für die eigene Interpretation und Improvisation, ist geschmeidig und perfekt.

Das Publikum lag den neuen Sternen am Jazzhimmel am Sonntag zu Füssen und forderte eine Zugabe, die auch gern gewährt wurde. Auch mit seiner zweiten Ankündigung, dass man von den fünf Musikern künftig in TV und Radio noch viel hören werde, wird Sven Dombrowski wahrscheinlich Recht behalten.

Für die richtige Mischung war am Sonntag übrigens auch ein Absolvent des evangelischen Gymnasiums zuständig. Timo Berges, der bereits als freier Mitarbeiter bei verschiedenen TV-Produktionen tätig war, unter anderem als Tontechniker bei TV-Total, und mittlerweile sein eigenes Tonstudio, „mischmaschine“, betreibt. ▪ luka

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