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Gigantischer Müllberg an viel befahrener Landstraße: Kreishaus eingeschaltet

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Von: Jürgen Beil

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Müllhalde an der Straße
Kein schöner Anblick: MZ-Leser Ulrich Flöper hat das das Gefühl, dass die Leute dort immer mehr draufladen. © Jürgen Beil

Wilde Müllkippen: Immer wieder sorgen sie für Ärger – nicht nur, aber auch in Meinerzhagen. So etwa im Umfeld der einstigen Kneipe „Onkel Toms Hütte“ in Grotewiese. Derzeit ist die Situation dort offenbar besonders schlimm, wie auch MZ-Leser Ulrich Flöper festgestellt hat.

Meinerzhagen - „Was dort abgeladen wird, ist unfassbar“, sagt der Rinkscheider im Gespräch mit der MZ. Er fährt regelmäßig am Ort der Vermüllung vorbei – und stellt seit etwa einem halben Jahr einen stetig wachsenden Müllberg fest. „Ich habe das Gefühl, dass die Leute dort immer mehr draufladen“, sagt Flöper, „da ist für jeden etwas dabei, vom Küchenstuhl bis zur Wohnzimmergarnitur, vom Autoreifen und Zubehör, ja selbst der Heimwerker wird hier fündig: Fenster, Türen Teppiche, Abwasserrohre und so weiter...“.

Schon im Oktober 2021 gab es massive Beschwerden über die Müllhalde an „Onkel Toms Hütte“. Seitdem hat sich dort in Sachen Entsorgung nichts getan. Das städtische Ordnungsamt hat sich bereits vor Ort ein Bild von der Situation auf dem Privatgelände gemacht, inzwischen ist auch der Märkische Kreis involviert.

Kreis-Pressesprecherin Ursula Erkens nahm nach Anfrage der MZ jetzt Stellung zu dem Ärgernis direkt an der Landstraße 539: „Die Abfälle auf diesem Grundstück müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Das Grundstück ist verkauft worden und derzeit läuft die Umschreibung im Grundbuch.“

Die Untere Abfallwirtschaftsbehörde habe den künftigen Eigentümer bereits angehört. Erkens weiter: „Sollte er die Abfälle nicht von sich aus entfernen, wird der Kreis ihn im nächsten Schritt dazu via Ordnungsverfügung verpflichten.“ Wie lange es bis zu dieser ultimativen Maßnahme noch dauern wird, lässt sich momentan schlecht abschätzen. Dass allerdings bis dahin noch mehrere Wochen vergehen werden, scheint sehr wahrscheinlich.

Immerhin: Eine akute Umweltgefahr geht von dem Müll offensichtlich nicht aus. Wäre das der Fall, hätten die Ordnungsbehörden wohl bereits gehandelt.

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