Probleme an Treffpunkten

Verstreuter Müll rund um Tennenplatz und Skaterpark

Sie gehören in den Mülleimer – auf der kleinen Parkfläche des Tennenplatzes werden Papiertüten und Becher stattdessen jedoch in regelmäßigen Abständen achtlos vor dem (leeren) Müllbehälter liegen gelassen. Kein schöner Anblick.

Meinerzhagen – Ebenso wenig wie der Ascheplatz selbst. Auch hier liegen Scherben, das Grün wuchert am Spielfeldrand. Ein „Lost Place“ – ein vergessener Ort?

Kaputter Zaun

„Mitnichten“, sagt Frank Markus, der ab September offiziell die Leitung des Fachbereichs Bürgerservice übernehmen wird. Im Rathaus hat man den Bereich rund um den Tennenplatz nicht vergessen. Genauso weiß man hier auch um die Schwierigkeiten. Der Zaun, der einen Zutritt verhindern könnte, ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr intakt. „Wir haben ihn in der Vergangenheit mehrfach repariert, innerhalb kürzester Zeit wurde alles wieder herausgerissen. Das alles kostet jedes Mal Geld“, so Markus. Jetzt werde das frei zugängliche Gelände sporadisch unterhalten. Zwei- bis dreimal im Jahr werde der Platz mit entsprechendem maschinellen Gerät „spielbar“ hergerichtet. Zumindest zum Bolzen kann der Platz so genutzt werden. „Trainieren möchte auf Asche heute dagegen niemand mehr“, kennt Frank Markus natürlich die allgemeine Entwicklung im Fußball. Daher werde das Gelände auch vom RSV Meinerzhagen so gut wie nicht genutzt.

Scherben am Platz

Für Spieler könnte es am Spielfeldrand zudem durchaus auch gefährlich werden, denn das Gelände wird weniger für Sportaktivitäten genutzt, umso öfter dafür als Treffpunkt. Nicht seltene Überbleibsel sind Scherben. Zerbrochenes Glas am Platz, Müll vor dem Gelände – und das, obwohl die Mitarbeiter des Baubetriebshofes hier regelmäßig unterwegs sind, wie Frank Markus berichtet: „Wir versuchen es so gut es geht in Ordnung zu halten, vor allem die Scherben schnell zu beseitigen. Eigentlich könnte jeden Tag jemand herfahren.“

Ein weiterer „Problembereich“ befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Auch der Skaterplatz gilt als Treffpunkt nicht nur zum Skaten und Roller fahren. Der Platz neben dem Freibad wird nicht nur nachmittags von Kindern frequentiert, sondern abends auch von jungen Erwachsenen.

Dass es gerade bei Jugendlichen darum gehe, Treffpunkte zu haben, wissen auch die Verantwortlichen der Verwaltung. „Wenn es nur um Quatschen und Abhängen geht, würde auch niemand etwas sagen“, meint Markus. Leider sei es in der Vergangenheit immer wieder auch zu Vandalismus-Schäden gekommen. Entsprechende „Hinterlassenschaften“ zeigen zudem, dass bei einigen Zusammenkünften auch Drogen und Alkohol eine Rolle spielen.

Verweise der falsche Weg

Gruppen von ihren Treffpunkten zu verweisen, das sei dennoch nicht der richtige Weg. „Dann verlagert sich das und es werden neue Treffpunkte gesucht“, sagt Frank Markus. So geschehen, als der Schützenplatz – ein Treffpunkt – Corona-bedingt gesperrt wurde. „Danach verlagerte sich das Ganze auf den Parkplatz am Sauerland-Höhenflug-Einstieg“, berichtet der künftige Fachbereichsleiter.

„Beliebt“ seien auch die Umgebungen der Schulen am Rothenstein und Auf der Wahr. Hier würden regelmäßig auch Kontrollen durchgeführt.

Gemeinsam mit Sozialpädagogen des heimischen Jugendzentrums werde zugleich auch versucht, an Orten wie dem Skaterplatz Kontakte aufzubauen. Im Rahmen der aufsuchenden mobilen Jugendarbeit werde so insbesondere bei den Jüngeren versucht, entgegenzuwirken. „Wir laden ein, im Jugendzentrum vorbeizukommen.“ Auch konkrete Hilfe, beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen, werde Jugendlichen angeboten. Ein Ziel sei es, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

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